Gemeinsamer Start in eine neue Klasse

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Der Rektor der Hochschule Ravensburg-Weingarten, Thomas Spägele (Zweiter von links), und der Dekan der Fakultät Maschinenbau de
Der Rektor der Hochschule Ravensburg-Weingarten, Thomas Spägele (Zweiter von links), und der Dekan der Fakultät Maschinenbau des Technion, Yoram Halevi (Dritter von links) betonten die Verbundenheit der beiden Hochschulen. Mit dabei in Haifa waren unt (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Seit vier Jahren besuchen sich Studierende der Hochschule Ravensburg-Weingarten und des Technion im israelischen Haifa, um Erfahrungen bei der Entwicklung ihrer Rennfahrzeuge auszutauschen. Kurz vor Ostern waren der Rektor der Hochschule Ravensburg-Weingarten, Thomas Spägele, und der Kanzler, Henning Rudewig, am Technion zu Gast. Der Dekan der Fakultät Maschinenbau des Technion, Yoram Halevi, zeigte sich von der Zusammenarbeit begeistert und plädierte ausdrücklich für ihre Fortsetzung: „Die Zusammenarbeit der jungen Menschen ist herausragend und die Ergebnisse sind beeindruckend.“ Das teilt die Hochschule in einer Pressemitteilung mit.

Bei dem Treffen in Israel vereinbarten die beiden Hochschulen, gemeinsam eine sogenannte Summer School auszurichten, die das Zukunftsthema „Autonomes Fahren“ ins Zentrum der Vorlesungen, Seminare und Workshops stellen wird. „Die Gelegenheit ist ideal“, sagt Ralf Stetter, der das Projekt an der Hochschule in Weingarten leitet, „in diesem Jahr werden beide Formula Student Teams zum ersten Mal in die fahrerlose Klasse eintreten“.

Schon seit September vergangenen Jahres tauschen sich die Teams fast täglich über die Probleme und Ansätze aus. Netanel Dabush, Student am Technion, erläutert die Tiefe der Zusammenarbeit: „Bei sehr vielen Fragestellungen, ob technischer oder privater Natur, schreibe ich einfach eine WhatsApp an meine Freunde in Deutschland.“ Janine Schatzmann, Teamleiterin an der Hochschule in Weingarten, begleitete den Rektor mit zwei weiteren Studierenden im Rahmen einer Exkursion und ist begeistert von der Gastfreundschaft der Israelis: „Die Zusammenarbeit in der Werkstatt und die gemeinsamen Abende in Haifa waren einfach toll“, heißt es weiter in dem Pressetext.

Das Technion gilt als eine der besten Universitäten der Welt und hat in den letzten Jahren vier Nobelpreisträger hervorgebracht. Die Kooperation zwischen Haifa und Weingarten wurde von der Stiftung Deutsch-Israelisches Zukunftsforum mit insgesamt 80 000 Euro gefördert. Zum Zeichen der gelingenden Zusammenarbeit werden sich die beiden Institutionen gemeinsam um den Shimon-Peres-Preis 2018 bewerben.

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