Forschen am Zuhause von Morgen

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26 Studenten aus den Studiengängen Betriebswirtschaft/Management und Technik-Management werden sich in diesem Semester zusammen
26 Studenten aus den Studiengängen Betriebswirtschaft/Management und Technik-Management werden sich in diesem Semester zusammen mit Kira Rambow-Höschele (links) von der Robert Bosch GmbH, Professorin Barbara Niersbach (Mitte), Professor Frank Ermark u (Foto: Christoph Oldenkotte/Hochschule Ravensburg-Weingarten)
Schwäbische Zeitung

„Das Zuhause wird smart“, sagt Kira Rambow-Höschele von der Robert Bosch GmbH. Und sie meint damit nicht, dass Häuser und Wohnungen in Zukunft schicker werden. Sie werden intelligent. Von der Heizung über die Küchengräte bis zur Schließanlage, von den Rollläden über die Beleuchtung bis hin zum Garagentor und dem Rasenmäher, es gibt kaum ein Gerät im und ums Haus, das nicht Teil dieser Vision der Vernetzung würde. 26 Studenten der Hochschule Ravensburg-Weingarten arbeiten nun im Rahmen einer Projektarbeit mit Bosch zusammen, teilt die Hochschule in einem Presseschreiben mit.

Für Bosch, das wird im Vortrag von Kira Rambow-Höschele an der Hochschule Ravensburg-Weingarten deutlich, ist diese Zukunft des Wohnens und Arbeitens von strategischer Bedeutung. Für 26 Studenten besteht die Möglichkeit, im Rahmen der Projektarbeit an dieser Strategie mitzuwirken. Zum Auftakt der Kooperation kamen neben der Vertreterin von Bosch und den Studenten auch die Initiatorin Professorin Barbara Niersbach und ihre mitwirkenden Kollegen Frank Ermark und Andreas Pufall zusammen.

„Nach dem Projekt, das sich im vergangenen Semester mit der Mobilität der Zukunft beschäftigte, ist dies bereits die zweite Zusammenarbeit mit der Robert Bosch GmbH“, begrüßt Barbara Niersbach. Anschließend stellt Kira Rambow-Höschele die Geschäftsbereiche von Bosch vor. Allein die Tatsache, dass weltweit über 400 000 Menschen für Bosch arbeiten, verdeutliche den Studenten laut Hochschul-Pressemitteilung die Größe des schwäbischen Unternehmens, bei dem die meisten – wie eine Vorstellungsrunde zeigte – zunächst an „Küchengeräte“, „Werkzeuge“ oder „Ersatzteile fürs Auto“ denken.

Die Ausgangslage für den Geschäftsbereich „Smart Home“ verdeutlicht Kira Rambow-Höschele, die bei Bosch im Bereich Marketing and Sales tätig ist, indem sie sagt „Die Herangehensweise von Google kommt von der Software, Amazon kommt vom Kunden. Und wir kommen von der Hardware kombiniert mit der Software.“ Das heißt Bosch produziert die Geräte, die in Zukunft vernetzt und intelligent sein sollen. Und die Frage werde sein, wie man aus den technischen Möglichkeiten einen tatsächlichen Nutzen mache. „Interessant wird es, wenn die Funktionen kombiniert und automatisiert werden.“

Die 26 Studenten aus den beiden Studiengängen „Betriebswirtschaft/Management“ und „Technik Management“ teilen sich schließlich in sechs Gruppen auf, in denen sie im kommenden Semester verschiedene Aufgabenstellungen bearbeiten werden, so die Hochschule weiter. Diese reichen von der Dokumentation des Forschungstands über der Erarbeitung und Durchführung einer Umfrage bis zur Auswertung und Ableitung von Trends.

Den teilnehmenden Studenten ist die Faszination anzumerken, sich im Rahmen ihrer Projektarbeit dem Thema „Smart Home“ und damit der allgegenwärtigen Digitalisierung zu widmen. Doch es gibt auch Momente, in denen eine gewisse Skepsis zu spüren ist, wenn es beispielsweise um die Fülle der Möglichkeiten, die dabei anfallenden Daten und deren Speicherung ging. So steckt in dem Projekt nicht nur das Ausloten der technischen Möglichkeiten, sondern auch die Frage nach deren angemessenem Einsatz.

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