Flüchtlingspakt: Weingartener CDU-Bundestagsabgeordneter nimmt AfD auseinander

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Axel Müller, CDU-Abgeordneter aus Ravensburg, greift AfD im Bundestag an. (Foto: shy / Deutscher Bundestag)
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Die Fraktion der AfD hat in der 39. Sitzung des Bundestages am Freitag nach einer aktuellen Stunde verlangt. In der Aussprache mit dem Titel "Parlamentarische Kontrolle gewährleisten –Keine vorgezogene Annahme des Globalen Paktes zu Flüchtlingen in Marrakesch" bezeichnete der AfD-Abgeordnete Anton Friesen den Migrationspakt, der auf dem UN-Gipfel am 11. und 12. Dezember in Marrakesch beschlossen werden soll, als rechtswidriges Umsiedlungsprogramm.

"Dieses gigantische Umsiedlungsprogramm also, über das die Bürger, wenn es nach Ihnen ginge, gar nicht informiert werden würden, ist rechtswidrig, weil es das Recht auf Heimat gefährdet", sagte Frieser. Die AfD spreche sich daher gegen den Flüchtlingspakt aus und für ein Recht auf Heimat, das in der Verfassung niedergelegt werde.

Als zwölfter und letzter Redner sprach Axel Müller (CDU/CSU), Bundestagsabgeordneter aus dem Wahlkreis Ravensburg, und diesem platzte regelrecht der Kragen. Was die UNHCR im Monat pro Flüchtling ausgebe, nämlich 21 Dollar, das "vervespere" bei einer Sitzung der AfD-Fraktion doch jeder Teilnehmer schon in den ersten fünf Minuten. Sehen Sie Auszüge aus Müllers Rede in diesem Video:

Axel Müller verteidigt Migrationspakt vor AfD
Axel Müller, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Ravensburg, hat in der 39. Plenarsitzung des Bundestags den Migrationspakt der UN vor Behauptungen der AfD verteidigt. Er ging die AfD-Fraktion mit scharfen Worten an und zitierte Bertolt Brecht. "Wer die Wahrheit nicht kennt, ist ein Dummkopf. Wer die Wahrheit kennt, sie aber eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher."

Müller zitierte am Ende gar Bertolt Brecht in Anspielung auf Behauptungen der AfD, Deutschland habe mit Millionen von Flüchtlingen zu rechnen: "Wer die Wahrheit nicht kennt, ist ein Dummkopf. Wer die Wahrheit kennt, sie aber eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher."

Es gehe nicht um Millionen von Flüchtlingen, die nach Deutschland kämen, sondern nur um etwa zehntausend, die infrage kämen. "Sie, Herr Kollege Frohnmaier, haben die Furcht, dass Deutschland umgevolkt wird, wenn 10 000 Menschen hier angesiedelt werden? Das ist kein Bezirk von Berlin, das sind höchstens ein paar Straßenzüge."

 

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