FC Kosova Weingarten geht in die Berufung

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 Fußball sorgt für Emotionen – manchmal werden aber Grenzen überschritten.
Fußball sorgt für Emotionen – manchmal werden aber Grenzen überschritten. (Foto: Archiv: Kern)
Sportredakteur

Unmittelbar nach Abpfiff der Partie des TSV Neukirch gegen den FC Kosova Weingarten in der Fußball-Kreisliga A2 am 14. Oktober war es auf dem Neukircher Sportplatz zu Tumulten gekommen. Wie die „Schwäbische Zeitung“ berichtete, beschuldigten sich Vertreter beider Vereine wechselseitig für die Ausschreitungen auf und neben dem Rasen. Vor wenigen Tagen hat das zuständige Bezirkssportgericht Bodensee im Württembergischen Fußballverband (WFV) sein Urteil bekanntgegeben. Die Verantwortlichen des Weingartener Fußballvereins sind damit nicht einverstanden.

Laut WFV-Angaben stammt das Urteil vom 4. November und stützt sich im Wesentlichen auf die Aussage des Schiedsrichters, der damals die Begegnung leitete. Im Ergebnis wurde Kosova Weingarten zu einer Geldstrafe von 530 Euro verurteilt. Zudem werden dem A2-Ligisten sechs Punkte im laufenden Spielbetrieb abgezogen. Und ein FC-Spieler wurde für den Rest der Saison gesperrt. Er soll in die Gewalttätigkeiten verwickelt gewesen sein.

Betroffen hat sich Bashkim Beluli über das ergangene WFV-Urteil gezeigt. „Das mit dem Sechs-Punkte-Abzug ist sehr hart. Wir empfinden das als ungerecht“, sagte der Vorstand von Kosova Weingarten, der auf Nachfrage bestätigte, dass man gegen die richterliche Entscheidung Berufung eingelegt habe. Vor allem der Punktabzug bereitet Beluli und seinen Kollegen Kopfzerbrechen. Sollte das Urteil rechtskräftig werden, würde der Aufsteiger vom derzeit zehnten auf den vorletzten Tabellenplatz abstürzen und hätte vier Zähler Rückstand auf die darüber liegenden Mannschaften. Sportlich gesehen wäre dies ein herber Rückschlag für die Mannschaft von FC-Spielertrainer Dugaxhin Shala im Kampf um den Klassenerhalt.

„Das ist unverständlich“

Vor allem äußerte sich Bashkim Beluli darüber enttäuscht, dass der TSV Neukirch aus den Vorfällen keine Konsequenzen zu tragen hätte. Wie berichtet, soll unmittelbar nach Abpfiff der Partie Mitte Oktober ein Spieler des heimischen TSV einen Anhänger der Gästemannschaft ins Gesicht geschlagen haben. „Das ist unverständlich“, nimmt der Vorstand hierzu Stellung. Zumal man unverzüglich Maßnahmen aus den Vorfällen gezogen habe. Gegen sieben Anhänger des Vereins wurde ein Hausverbot ausgesprochen, bei Heim- wie Auswärtsspielen des Kreisligisten seien mehrere eigene Ordner im Einsatz, damit alles mit rechten Dingen zugehe.

Zufrieden über das Urteil zeigte sich Andreas Nuber: „Die Vorwürfe, die gegen uns im Raum gestanden waren, wurden vom Sportgericht entkräftet“, sagte der Fußballabteilungsleiter des TSV Neukirch. Dass einer der Neukircher Spieler nach dem Abpfiff der Partie einem Zuschauer einen Faustschlag versetzt hätte, könne er nicht bestätigen. Bei der Urteilsbegründung sei dies auch kein Thema gewesen.

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