Für Weingartens Handballerinnen endet eine lange Pause

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 Nach längerer Pause greifen die Handballerinnen des TV Weingarten wieder ins Geschehen ein.
Nach längerer Pause greifen die Handballerinnen des TV Weingarten wieder ins Geschehen ein. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Für die Weingartener Handballerinnen geht an diesem Wochenende eine ungewohnt lange Spielpause zu Ende. Nach vier Wochen ohne Pflichtspiel steht für den TVW am späten Samstagabend eine längere Auswärtsfahrt nach Rottenburg an den Neckar an. Der TSB Ravensburg trifft einen Tag später im Derby auf Wangen.

Frauen-Landesliga: TV 1861 Rottenburg - TV Weingarten (Sa, 20 Uhr). – Der TVW absolvierte bisher nur vier Ligaspiele und steht mit 4:4 Punkten da. Für Weingarten stehen bis Weihnachten nun sieben Spiele (inklusive Pokal) auf dem Plan. In der Pause testete der TVW in einem Trainingsspiel gegen den HCL Vogt, um nach den Siegen gegen Langenau/Elchingen und Mössingen nicht völlig aus der Wettkampfpraxis herauszukommen. Der Aufsteiger und Bezirksligameister Rottenburg fuhr in den bisher sechs ausgetragenen Spielen noch keine Punkte ein und steht daher vor heimischem Publikum unter Druck. Der TVW zeigte in den zwei vergangenen Spielen eine deutliche Formsteigerung und reist selbstbewusst mit dem nahezu kompletten Kader nach Rottenburg. „Wir brennen nach der Pause allesamt darauf, wieder in den Wettkampfmodus zu schalten, dürfen den Gegner in eigener (harzfreien) Halle aber keineswegs unterschätzen und müssen dabei vor allem schnellstmöglich den Spielrhythmus auch wiederfinden.“, sagt Trainer Daniel Kühn.

Bezirksliga: TSB Ravensburg – MTG Wangen II (So, 17.30 Uhr). – Die Württembergliga-Reserve der Wangener ist nach einem holprigen Start in die Saison so richtig ins Laufen gekommen, hat nach den ersten beiden Spielen keinen weiteren Punkt mehr abgegeben und ist direkter Tabellennachbar der Rams. Nur der Sieger der Partie wird Anschluss an die Spitzenteams Lehr und Lustenau halten. Die Aufstellung der Allgäuer gleicht meist einer Wundertüte, sodass es für Ravensburgs Trainer Levente Farkas schwierig wird, sich auf den Gegner einzustellen. Dafür ist mit dem Auflaufen einiger Spieler aus der ersten Mannschaft zu rechnen. Für die beiden ehemaligen Wangener Valentin Ehrat und Lukas Paul gibt es ein Wiedersehen mit bekannten Gesichtern, was für eine Portion extra Motivation sorgen sollte. Zwar fehlen Farkas einige Spieler, dennoch steht ihm ein voller Kader zur Verfügung. Die Rams werden an die zuletzt gezeigten starken Auswärtsleistungen anknüpfen müssen, um gegen Wangen bestehen zu können.

Bezirksklasse: TV Weingarten – Alpha HC Hard II (So, 17.30 Uhr). – Nach holprigem Saisonstart mit nur einem Sieg aus drei Spielen gewann Weingarten zuletzt ungefährdet mit 33:21 gegen überforderte Vöhringer. Nun möchte der TVW an diese Leistung anknüpfen und die erste Siegesserie der Saison starten. Trainer Uwe Bittenbinder nutzte die zweiwöchige Pause, um seine Spieler mit intensiven Trainingseinheiten auf die Partie gegen die Vorarlberger vorzubereiten. Der Bezirksklasse-Neuling aus Hard ist den Weingartenern unbekannt, doch es dürfte kein Zweifel bestehen, dass die Österreicher nach der 21:24-Niederlage gegen Vogt hochmotiviert zu Werke gehen dürften. Der TVW sollte zurück zu einer kompakten Abwehr finden. Dabei müssen die TVWler auf den zuletzt starken Jannik Holzer verzichten.

Bezirksklasse: HCL Vogt – Bregenz Handball II (Sa, 20.00 Uhr). – Die Partie steht unter dem Motto: „Es kann nur einen geben!“ Aktuell teilen sich beide Teams punktgleich die Tabellenspitze, da Vogt einen Punkt in Burlafingen verschenkt hatte. Mental muss der HCL an sich arbeiten und die gleiche Grundeinstellung bieten wie gegen Hard. Mit den Bregenzern erwartet Vogt eine kompakte 6:0-Abwehr, die den Körperkontakt nicht scheut und mit Druck aus dem Rückraum kommt. Vogt setzt auf eine gute Bank und die lautstarke Unterstützung der Zuschauer in der Allgäutorhalle.

Frauen-Bezirksliga: HC Lustenau – HCL Vogt (Sa, 18.10 Uhr). – Lustenau musste vergangene Saison den Abstieg aus der Landesliga hinnehmen und zählt sicher zu den Topfavoriten um die Meisterschaft. Der HCL steht mit 6:2 Punkten auf Rang drei und ist nach der überraschenden Auftaktniederlage in Ludwigsfeld nun wieder in der Spur. Drei zum Teil deutliche Siege zeigen, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Für die Vogter gilt es, an die gute Leistung in den vergangenen Spielen anzuknüpfen. Die Aufsteigerinnen aus dem Allgäu haben gesehen, dass sie in der Bezirksliga mithalten können, wenn die Einstellung stimmt. Dennoch dürften die Rollen klar verteilt sein – vergangene Saison lagen noch zwei Ligen zwischen den Mannschaften.

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