Entwarnung nach Amokalarm an Weingartener Schule

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Entwarnung nach Amokalarm an Weingartener Schule
Entwarnung nach einem Amokalarm an der Geschwister-Scholl-Schule des Körperbehindertenzentrums Oberschwaben (KBZO) in Weingarten. Dort lief am Montagnachmittag ein Großeinsatz der Polizei mit Verdacht auf einen Amoklauf.
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Vor drei Jahren hatte eine Häufung von Amok-Fehlalarmen an Schulen im Schussental und Landkreis Ravensburg monatelang die Verantwortlichen beschäftigt. An der Kuppelnauschule Ravensburg, am Gymnasium Weingarten, an den Ravensburger Gymnasien und auch in Wilhelmsdorf und Wangen hatten die Fehlalarme jeweils Großeinsätze der Polizei ausgelöst und Rektoren, Schüler, Lehrer und Eltern in Aufregung versetzt. Ravensburg hatte zu dem Thema sogar eigens einen „Runden Tisch“ einberufen, um die Vorfälle aufzuarbeiten.

Die psychische Belastung während der Polizeieinsätze ist jedes Mal enorm. Bis zu 200 Polizisten sind vor Ort, denn im Falle eines Amokalarms läuft ein detailliert geplantes „Programm“ ab. Die Schule wird von schwer bewaffneten Einheiten vom Keller bis zum Dach durchsucht, derweil müssen sich Lehrer mit ihren Schülern in den Klassenzimmern verbarrikadieren.

Ein Großteil der Fehlalarme in Ravensburg vor drei Jahren war versehentlich ausgelöst worden – zum Teil außerhalb der Schulzeiten, beispielsweise durch Putzkräfte. In Ravensburg wurden deshalb unter anderem technische Veränderungen an den sogenannten „Auslösestellen“ vorgenommen. In Weingarten war damals ein technischer Defekt Grund des Fehlalarms. (fh)

Entwarnung nach einem Amokalarm an der Geschwister-Scholl-Schule des Körperbehindertenzentrums Oberschwaben (KBZO) in Weingarten. Dort lief am Montagnachmittag ein Großeinsatz der Polizei mit Verdacht auf einen Amoklauf.

Kurz nach 15 Uhr war die Polizei verständigt worden, dass gegen 14.30 Uhr in der Schule ein Amok-Alarm ausgelöst worden sei. Das teilte die Polizei nach dem Einsatz mit.

Aufgrund der unklaren Situation habe die Polizei die drei Schulgebäude systematisch durchsucht, in denen sich viele der 350 bis 400 anwesenden Schüler nach Auslösung des Alarms in Klassenzimmern und anderen Räumen eingeschlossen hatten.

Polizei durchsucht Schule

Das Schulzentrum wurde weiträumig abgesperrt und das Gelände von einem Polizeihubschrauber auch aus der Luft überwacht. Ein Großaufgebot an Polizisten, unter anderem auch das Spezialeinsatzkommando aus Göppingen (SEK), war im Einsatz. 

Gegen 16.25 Uhr nach der Durchsuchung des Schulkomplexes, die keinerlei Anhaltspunkte für eine tatsächliche Amoklage ergab, begann die Polizei damit, die Schüler aus den Gebäuden zu führen und den Betreuungskräften des DRK sowie der Polizei zu übergeben.

Ermittlungen dauern an

Die Betreuungsstelle befand sich in einem Nebengebäude (Mensa) der Schule, wo die Kinder gesammelt und von dort in ihre Busse einsteigen oder in die Obhut ihrer Eltern übergeben werden konnten.

Den bisherigen Erkenntnissen zufolge wurde der Alarm über einen Telefonanruf ausgelöst, mit dem die Alarmanlage aktiviert wurde, teilte die Polizei mit. Die Ermittlungen hierzu dauern an.

War es ein technischer Defekt?

Während des Einsatzes vor Ort war auch Matthias Stöckle, kaufmännischer Vorstand der Stiftung KBZO. Gegen 17.30 Uhr erklärte er der "Schwäbischen Zeitung", die Kinder, die noch draußen vor der Schule stünden, würden jetzt alle nach Hause gefahren, "alles in Ruhe, das Ganze hat sich schon beruhigt". 

Zu einer möglichen Ursache für den Alarm sagt er: "Wir schauen uns das morgen Früh genau an. Im Extremfall wird es ein technischer Defekt gewesen sein." Derzeit wisse man nicht mehr, außer dass es ,Gott sei Dank' ein Fehlalarm war. "Wichtig ist, dass niemandem etwa passiert ist und alle gesund sind."

Schüler und Lehrer sind gut vorbereitet

Stöckle sprach das "größtmögliche Lob an die umsichtige Polizei" aus. "Es war wirklich hervorragend, wie unaufgeregt sie das geregelt hat."

Auch Lehrer und Schüler seien gut auf einen Ernstfall vorbereitet gewesen: "Das Thema Amok wird wiederkehrend mit den Lehrern und den Schülern besprochen, wir haben auch Alarmierungspläne dazu." Jeder wisse, was zu tun sei.

Hintergrund: Das SEK in Zahlen

Vor drei Jahren hatte eine Häufung von Amok-Fehlalarmen an Schulen im Schussental und Landkreis Ravensburg monatelang die Verantwortlichen beschäftigt. An der Kuppelnauschule Ravensburg, am Gymnasium Weingarten, an den Ravensburger Gymnasien und auch in Wilhelmsdorf und Wangen hatten die Fehlalarme jeweils Großeinsätze der Polizei ausgelöst und Rektoren, Schüler, Lehrer und Eltern in Aufregung versetzt. Ravensburg hatte zu dem Thema sogar eigens einen „Runden Tisch“ einberufen, um die Vorfälle aufzuarbeiten.

Die psychische Belastung während der Polizeieinsätze ist jedes Mal enorm. Bis zu 200 Polizisten sind vor Ort, denn im Falle eines Amokalarms läuft ein detailliert geplantes „Programm“ ab. Die Schule wird von schwer bewaffneten Einheiten vom Keller bis zum Dach durchsucht, derweil müssen sich Lehrer mit ihren Schülern in den Klassenzimmern verbarrikadieren.

Ein Großteil der Fehlalarme in Ravensburg vor drei Jahren war versehentlich ausgelöst worden – zum Teil außerhalb der Schulzeiten, beispielsweise durch Putzkräfte. In Ravensburg wurden deshalb unter anderem technische Veränderungen an den sogenannten „Auslösestellen“ vorgenommen. In Weingarten war damals ein technischer Defekt Grund des Fehlalarms. (fh)

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