Englisch, Deutsch, Türkisch und viele Sprachen mehr

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Schwäbische Zeitung

Mehr Information sind zu finden unter www.melt-multilingual-readers-theatre.eu

Was normalerweise streng getrennt ist, wird beim Mehrsprachigen Lesetheater in Weingarten vermischt. Dadurch erhoffen sich die Beteiligten einen besonderen Lernerfolg im Lese- und Fremdsprachenunterricht, teilt die PH mit. Das Projekt, an dem die Pädagogische Hochschule Weingarten (PH) sowie die Realschule Weingarten beteiligt waren, ist vom Pädagogischen Austauschdienst (PAD) mit dem Preis Success-Story-2017, der höchsten deutschen Auszeichnung, die für Erasmus+ Projekte im Bereich Schulbildung vergeben wird, ausgezeichnet worden.

In der Regel ist die Vermittlung und Förderung von Lesekompetenzen nach Fächern aufgegliedert. Bei der Arbeit mit dem Mehrsprachigen Lesetheater üben Schüler, mehrsprachige dramatische Texte in verteilten Rollen szenisch vorzulesen. Das Besondere: Neben der Schulsprache werden in den Texten ein bis zwei in der Schule unterrichtete Fremdsprachen sowie verschiedene Muttersprachen der Schüler verwendet. Laut vorzulesen soll dazu beitragen, dass die Schüler flüssiger und motivierter in verschiedenen Sprachen lesen.

Die Leseförderung mit dem Mehrsprachigen Lesetheater hebt fachliche Grenzen zu einem gewissen Grad auf, denn in welchem Fach damit gearbeitet wird oder ob sogar eine fachübergreifende Umsetzung möglich ist, hängt lediglich von den jeweiligen schulischen Gegebenheiten ab. Die Schüler erfahren, wie wiederholtes halblautes Lesen nicht nur für die Leseflüssigkeit in der Schulsprache, sondern auch für die Leseflüssigkeit in Fremdsprachen wichtig ist. Die Unterrichtsbeobachtungen im Projekt zeigten laut Pressemitteilung, dass aufgrund der so strukturierten Übungspraxis selbst leseschwache Schüler ihre mehrsprachigen Leserollen bei der Aufführung flüssig und expressiv vorlesen konnten.

Das Mehrsprachige Lesetheater wurde in einem internationalen Forschungsprojekt entwickelt, das von der Europäischen Kommission von 2014 bis 2017 finanziert wurde. Zielsetzung des Projektes war es zu zeigen, wie das üblicherweise einsprachige Lautleseverfahren readers’ theatre so in ein mehrsprachiges Verfahren umgestaltet werden kann, dass es im regulären Unterricht anwendbar ist. Beteiligt waren neben der PH Weingarten, die die Projektleitung inne hatte, auch die Pädagogischen Hochschulen St. Gallen, Vorarlberg und das Script Inno des luxemburgischen Bildungsministeriums sowie je ein bis zwei Kooperationsklassen in den Partnerländern Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz.

Im deutschen Projektteam arbeiteten Ute Massler (Fachdidaktik Englisch), Kristina Götz (wissenschaftliche Projektmitarbeiterin und Dozentin im Fach Psychologie), Kerstin Theinert (Fachdidaktik Englisch) und Stefanie Arnold (Lehrerin an der Realschule Weingarten).

Mehr Information sind zu finden unter www.melt-multilingual-readers-theatre.eu

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