Eine starke Stimme für die Weingartener Senioren

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 Stadtseniorenrat Siegfried Schlumpberger übergibt seine Aufgabe nach 16 Jahren in die Hände einer Frau.
Stadtseniorenrat Siegfried Schlumpberger übergibt seine Aufgabe nach 16 Jahren in die Hände einer Frau. (Foto: Margret Welsch)
Margret Welsch

16 Jahre lang hat sich Siegfried Schlumpberger für die Belange der Senioren von Weingarten stark gemacht. Er vertrat selbstbewusst die Interessen der Älteren bei der Stadtverwaltung und im Gemeinderat. Mit 83 Jahren übergibt er nun sein Amt an seine langjährige Stellvertreterin und Mitstreiterin Sieglinde Zimmer-Meyer. Mit ihr, der ehemaligen Leiterin der Zuhause-Leben-Stelle, brachte er in der Vergangenheit viele für Ältere wichtige Themen aufs Tapet.

Verwaltung auf Themen der Älteren hingewiesen

Seit gut 20 Jahren gibt es in Weingarten den Stadtseniorenrat. Siegfried Schlumpberger war der zweite Vorsitzende in der Geschichte dieses Gremiums. Er beerbte Hans Jäckl im Jahr 2004 und setzte sich seither für die Interessen der Älteren ein. „In dieser Funktion hat man bei Ämtern und Behörden einfach einen anderen Stand, als wenn man nur als Privatmann an die Türen klopft“, sagt der ehemalige Gewerbelehrer und Vater von zwei erwachsenen Kindern, der mit seiner Frau Brigitte in Weingarten lebt.

Aktion „Seniorenfreundlicher Service“ geht auf sein Konto

Breit gefächert waren die Senioren-Themen, die er mit seiner Stellvertreterin ins öffentliche Bewusstsein rückte: Vom Wohnen im Alter, von Hilfen und Begegnungsmöglichkeiten über Veranstaltungen für Menschen mit Demenz bis zu rechtlichen Fragen zur Vorsorgevollmacht. Experten lud Schlumpberger außerdem zu den Themen Wandel in der Friedhofs- und Bestattungskultur ein. Auch Weingarten-typische Themen wurden behandelt wie etwa das Krankenhaus „14 Nothelfer“ oder der Bau der Martinshöfe.

Die Aktion „Seniorenfreundlicher Service“ geht zudem auf sein Konto. Dabei wurde Einzelhandel und Gastronomie auf Barrierefreiheit und andere Kriterien abgeklopft, die für Ältere besonders wichtig sind, und entsprechend bewertet. Was er mit Sieglinde Zimmer-Meyer auf den Weg brachte und was nun schon in zweiter Auflage vorliegt, ist die Broschüre „Älter werden in Weingarten“ mit allen wichtigen Adressen und Ansprechpartnern für ein gutes Leben im Alter. Und auch die Vorsorgevollmacht-Mappe regten die beiden an.

Stadtseniorenrat wird weiblicher und jünger

Eine wichtige Ansprechpartnerin in den ganzen 16 Jahren und all den Projekten war Doris Konya für ihn. Der Leiterin des Sozialamtes bescheinigt Schlumpberger stets ein offenes Ohr für seine Anliegen, wie überhaupt die Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Gemeinderat gut gewesen sei. Neben der Leitung des Weingartener Gremiums erweiterte Siegfried Schlumpberger seinen Wirkungsradius im Vorstand des Kreisseniorenrates.

Doch jetzt ist es genug. Jetzt gibt er sein langjähriges Ehrenamt auf und lässt seiner Stellvertreterin den Vortritt. Mit Sieglinde Zimmer-Meyer, Brigitte Hertkorn und Barbara Baur wird der Stadtseniorenrat damit weiblicher und jünger.

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