Der Derbysieg geht wieder an Wangen

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 Gegen die MTG Wangen (li. Nadine Schirnik, re. Lilly Stiller) kassierte der TV Weingarten (Nadja Meier) die nächste Derbynieder
Gegen die MTG Wangen (li. Nadine Schirnik, re. Lilly Stiller) kassierte der TV Weingarten (Nadja Meier) die nächste Derbyniederlage. (Foto: Elke Obser)
Schwäbische Zeitung

TVW: Pfahl, Spänle; Celahmetovic (5), Schneider (3), Mayer-Rosa (2), Bauknecht (2/2), Kübler (2), Frankenhauser (2), Meier (2), Koch (2), Jassniger, Hämmerle, Zimmermann. – MTG: Hess; Schwanninger (7/4), Lilly Stiller, Paul (1), Walser, Becker, Gabriel (6), N. Schirnik (1), Ludwig (4), L. Schirnik (2), Ferreiro (1).

Derbys sind in diesem Jahr nicht die Kernkompetenz des TV Weingarten. Die TVW-Handballerinnen verloren in der Landesliga auch das vierte Duell gegen die Nachbarvereine. Nach zwei Niederlagen gegen die SG Argental gab es zu Hause eine 20:22-Pleite gegen die MTG Wangen. Der Tabellenzweite aus dem Allgäu zeigte zwar keine gute Leistung, die Weingartenerinnen leisteten sich aber zu viele Fehler, um das auszunutzen.

Fünf Niederlagen hat Weingarten in dieser Saison bislang kassiert. Eine gegen den souveränen Spitzenreiter HSG Böblingen/Sindelfingen, die anderen vier gegen die SG Argental und die MTG Wangen. Im zweiten Duell dieser Spielzeit gegen die MTG begann Weingarten in der heimischen Großsporthalle dabei gut. 4:2 führte der TVW in der neunten Minute. Doch Weingarten verlor immer wieder den Ball, schloss ungenau ab oder scheiterte an der MTG-Torhüterin Verena Hess. So konnte der TVW seinen Vorteil von einer großen Bank nicht nutzen – Trainer Daniel Kühn hatte viel Auswahl.

Wangens Trainer Zsolt Balogh dagegen musste auf Katrin Aumann, Carina Zeiske, Lucy Stiller und Evi Reutemann verzichten. Seine Mannschaft brauchte ein bisschen, um im Derby in Schwung zu kommen. Nach dem frühen Rückstand fand Wangen dann aber besser rein, glich in der 15. Minute zum 6:6 aus und ging in der 25. Minute beim 9:8 erstmals in Führung. In der Abwehr spielte die MTG in einer defensiven 6:0-Formation, um die Anspiele auf die Kreisläuferin zu unterbinden. Mit dem Pausenpfiff verkürzte Barbara Koch für Weingarten auf 10:11.

In der Kabine bemängelte Balogh das zu unkonzentrierte Angriffsspiel seiner Spielerinnen. Er motivierte sein Team, in der Abwehr weiterhin so kompakt zu spielen und mehr Tempo ins Angriffsspiel zu bringen. Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit baute Wangen die Führung auf zwei Tore aus. Doch der TVW, der bis zu diesem Zeitpunkt jedes Heimspiel gewonnen hatte, blieb dran. Die Weingartenerinnen schafften es, dass sich die MTG nicht weiter absetzen konnte. Doch richtig in Schwung kam der TVW am Samstag vor gut 100 Zuschauern nicht. Ann-Kathrin Kübler verkürzte in der 38. Minute auf 12:13, nach starken Paraden von MTG-Torhüterin Hess stand es in der 44. Minute aber 13:17 aus Sicht des TVW.

Dem TVW fehlt das Tempo

Die Fehlerzahl blieb aber auch bei Wangen hoch. Immer wieder schlichen sich Fehler und Unkonzentriertheiten in das Spiel der MTG ein. Weingarten verkürzte nach einer Auszeit durch Amela Celahmetovic auf 17:19. Kühn brachte immer wieder neue Kräfte von der Bank. Dem TVW fehlte aber häufig das Tempo, Wangen hatte Zeit, sich in der Abwehr richtig zu stellen. Näher als auf zwei Tore kamen die Weingartenerinnen nicht heran. Die MTG-Spielerinnen behielten die Nerven und gaben das Spiel nicht mehr aus der Hand. „Über die zwei Punkte bin ich zwar froh, aber richtig freuen kann ich mich darüber nicht. Das war eines unserer schlechtesten Spiele der Saison“, sagte Balogh. „Es wird eine erhebliche Leistungssteigerung notwendig sein, um gegen Argental bestehen zu können.“

Balogh wird übrigens auch in der kommenden Saison die Wangenerinnen trainieren. Nachdem MTG-Abteilungsleiter Matthias Vetter den Vertrag mit Sebastian Staudacher als Trainer der Württembergliga-Handballer verlängern konnte, gab es nun auch erfolgreiche Verhandlungen mit dem Frauentrainer Zsolt Balogh. Auch er hat seinen Vertrag bei der MTG um eine Saison. verlängert. Derzeit steht Balogh mit seiner Mannschaft auf Platz zwei in der Landesliga.

„Zsolt ist ein sehr engagierter Trainer, holt die Mannschaft gut ab und verfolgt die Ziele, die wir uns vorstellen“, wird Vetter in einer Mitteilung zitiert. Trainer Zsolt Balogh sagt: „Es gefällt mir gut bei der MTG. Meine Mannschaft ist sehr motiviert und steht voll hinter meinen Vorgaben. Ich sehe noch viel Potenzial und freue mich darauf, mit dieser tollen Truppe weiterzuarbeiten.“

TVW: Pfahl, Spänle; Celahmetovic (5), Schneider (3), Mayer-Rosa (2), Bauknecht (2/2), Kübler (2), Frankenhauser (2), Meier (2), Koch (2), Jassniger, Hämmerle, Zimmermann. – MTG: Hess; Schwanninger (7/4), Lilly Stiller, Paul (1), Walser, Becker, Gabriel (6), N. Schirnik (1), Ludwig (4), L. Schirnik (2), Ferreiro (1).

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