Das Wintersemester 2018/2019 an der Hochschule Ravensburg-Weingarten hat begonnen

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Über 800 neue Studenten wurden feierlich im Kultur- und Kongresszentrum in Weingarten begrüßt.
Über 800 neue Studenten wurden feierlich im Kultur- und Kongresszentrum in Weingarten begrüßt. (Foto: Hochschule Ravensburg-Weingarten/Christoph Oldenkotte)
Schwäbische Zeitung

Den offiziellen Semesterauftakt hat die Hochschule traditionellerweise im Weingartener Kultur- und Kongresszentrum begangen. Im voll belegten Saal begrüßte Oberbürgermeister Markus Ewald mehr Studienanfänger als je zuvor, ist einer Pressemitteilung der Hochschule zu entnehmen. Die 660 Bachelor- und 160 Master-Studierenden rief das Stadtoberhaupt zu einer aktiven Teilnahme am städtischen Leben auf. „Auch bei dem Thema der Integration würde ich mich sehr freuen, einige aus Ihrer Generation begrüßen zu dürfen“, zitiert der Pressebericht Ewald

Der Rektor der Hochschule, Thomas Spägele, erklärte, dass die Zahl von über 800 neuen Studenten auch damit zusammenhänge, dass in manchen Fächern die Annahmequote ungewöhnlich hoch gewesen sei. So gingen laut Pressetext etwa die „Angewandte Informatik“ und die „Wirtschaftsinformatik“ mit einer Auslastung von 190 Prozent an den Start. Die Qualität des Studiums werde darunter jedoch nicht leiden, versicherte der Dekan der Fakultät Elektrotechnik und Informatik. „Ich wurde heute schon Opfer unseres eigenen Erfolgs“, so Ekkehard Löhmann, „ich bekam keinen Parkplatz vor dem und keinen Sitzplatz im Weingartener Kongresszentrum.“ Insgesamt sind im Wintersemester 2018/2019 an der Hochschule Ravensburg-Weingarten 3600 Studierende eingeschrieben und damit etwas mehr als im letzten Jahr.

So zufrieden man an der Hochschule in Weingarten mit dem neuen Semester auch ist, auf eine Entwicklung blickt man doch mit Sorge, heißt es weiter in dem Pressebericht: Seit Einführung der Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer haben die Studienabbrüche dieser Studenten zugenommen. Im Sommersemester verließen 23 Prozent der in den englischsprachigen Studiengängen eingeschriebenen Studenten die Hochschule in Weingarten, um ihr Studium in einem anderen Bundesland ohne Gebühren fortzusetzen.

Die Fakultät Maschinenbau begrüßte ihre Neuen mit einer besonderen Vorführung. Die Kettensäge dient den Lehrenden und Studierenden während des Grundstudiums als Produktleitbeispiel. Zum Semesterauftakt wurde die Motorsäge nun mit einer Virtual-Reality-Software kombiniert. So konnten im Hörsaal sogar Bäume gefällt werden – wenn auch nur virtuelle.

Auch die zahlreichen Hochschulinitiativen und -gruppen nutzten den Semesterauftakt, um sich den neuen Studenten im Foyer im Hauptgebäude vorzustellen. Ob beim Akademischen Segelclub der Segelschein gemacht wird, mit den First Respondern Menschenleben gerettet werden oder beim R2M-Team ein Marsrover konstruiert wird – an der Hochschule findet gemäß Pressemitteilung jeder Studierende das passende Angebot für sich.

„R2M steht für ‚Rover to Mars‘ und wir möchten mit unserem selbst entworfenen Marsrover an der ‚University Rover Challenge (URC)‘ in den USA im Sommer 2019 teilnehmen. Da haben wir natürlich noch viel Arbeit vor uns und freuen uns über neue Mitglieder aus den Bereichen Mechatronik, Informatik oder Elektrotechnik“, erklärt Daniel Heimman, israelische Studentin der Elektrotechnik und Informationstechnik gemäß der Pressemitteilung.

Verschiedene berufliche Perspektiven nach dem Studium

Oliver Herrmann (27) studiert Soziale Arbeit im ersten Semester und kommt aus München. „Mir gefällt der schöne, ruhige Campus. Sobald ich mich ein bisschen eingewöhnt habe und wenn es die Zeit neben dem Studium zulässt, würde ich mich gerne in einer der Hochschulgruppen engagieren.“ Michael Prasser aus Wangen studiert Fahrzeugtechnik plus Lehramt“ im ersten Semester. Der Studiengang qualifiziert die Absolventen sowohl für eine Tätigkeit in der Industrie als auch an einer gewerblichen Schule. Genau das schätzt der junge Student laut Pressetext: „Im Studium werde ich das Praxissemester in einem Unternehmen absolvieren, aber auch Praktika an Schulen machen, und so kann ich herausfinden, wo ich später lieber arbeiten möchte.“

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