Das Welfenfest hat begonnen

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Alle Geschichten, Bilder und Videos gibt es unter www.schwäbische.de/welfenfest

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Auch wenn es dieses Jahr wieder keinen offiziellen Fassanstich gab: Das Weingartener Welfenfest hat begonnen. Bei wackeligem Wetter – gegen 18 Uhr gab es noch einen kurzen Schauer – eröffnete Oberbürgermeister Markus Ewald nach der Fahnenübergabe die kommenden Feiertage mit den Worten: „Jetzt geht es los! Das war der letzte Regen bis Dienstag.“

Das Stadtoberhaupt begrüßte vor allem die Gäste aus den Partnerstädte Bron, die mit ihren Bürgermeistern angereist sind, und Grimma. Auch Burgeis ist in diesem Jahr auch vertreten. Anlässlich des Heimatabends wird dort eine offizielle Partnerschaftsurkunde unterzeichnet. „Damit enden 60 Jahre wilde Ehe“, sagte Ewald schmunzelnd.

„Kommen Sie zahlreich!“

Zuvor waren in den Stadtgarten die traditionellen Trommler und Fanfarenzüge eingezogen. Allen voran der Fanfarenzug Malteser, gefolgt von den Altentrommlern, dem Fanfarenzug Welfen, den Schülertrommlern, den Realschultrommlern, den Welfentrommlern und den Gymnasialtrommlern.

„Kommen Sie zahlreich. Bringen Sie Ihre Freunde und Familien mit“, forderte Rolf Steinhauser, 1. Vorsitzender der Welfenfestkommission, die Weingartener auf. „Geben Sie unserem Festzelt eine Chance!“ Steinhauser spielte damit auf die Unstimmigkeiten im vergangenen Jahr an, als es – wie er sich ausdrückte – „gewaltig im Gebälk geknirscht“ hatte. In diesem Jahr ist die Bewirtung in die Hände von mit Harry Buchter und Heinrich Leible aus der Region gelegt.

Freifahrt für die Kinder

Wohl bei kaum einem anderen Termin folgen dem OB so viele Kinder auf dem Fuß wie beim traditionellen Rundgang über den Festplatz. Denn: Die Runde des Oberbürgermeisters bedeutet für sie eine Freifahrt. Tapfer stellte sich Ewald sich den Herausforderungen des Vergnügungsparks. Vergangenes Jahr hatte er beim „Best XXL“ – ein langer Greifarm mit vier Sitzbänken à fünf Plätze, der in bis zu 45 Metern Höhe bei bis zu 126 Stundenkilometern durch die Luft gewirbelt wurde – wackelige Knie bekommen. Auch in diesem Jahr kam Ewald um diese Herausforderung nicht herum. Mit leuchtenden Augen stand ein Junge vor ihm und bat: „Fährst du mit mit XXL?“ Ewald hielt Wort, sah aber wie im vergangen Jahr nach der Fahrt sehr mitgenommen aus. „Das ist nichts mehr für mich“, kommentierte er, als er wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Nicht viel besser sah Marcus Schmid, Geschäftsführer des Stadtmarketings aus. Auch ihm hatte das Spektakel zugesetzt. Doch beim abschließenden „Weingarten Mein“, das Dominik Kaczynski intonierte, war alles wieder in Ordnung. Denn „dort, wo die Schussen eilt zum Schwäb’schen Meere (...) da liegt die Heimat mein, ich lieb sie gar so sehr.“

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