Bregenz/Dornbirn gewinnt Finale bei widrigen Bedingungen

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 Bregenz/Dornbirn, hier Tobias Grabherr beim Wurf, hat den Nessenreben-Cup gewonnen.
Bregenz/Dornbirn, hier Tobias Grabherr beim Wurf, hat den Nessenreben-Cup gewonnen. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Bei einstelligen Temperaturen und Dauerregen war es am Wochenende im Sportbecken des Freibades Weingarten fast noch am Angenehmsten. Die 22 angereisten Mannschaften mit 250 Wasserballern trotzten beim 13. Nessenreben-Cup dem schlechten Wetter und zeigten an beiden Turniertagen in den 58 Partien gute Spiele.

Das Turnier der Männer mit 16 Mannschaften nahm laut Mitteilung den erwarteten Verlauf. Die Spielgemeinschaft Bregenz/Dornbirn setzte sich in der Vorrunde gegen Gemmingen, Hannover und die Mastersmannschaft des SSV Weingarten durch und erreichte ungeschlagen die Zwischenrunde. Turnierfavorit Sportliget SE Budapest dominierte seine Gruppe und schlug Augsburg, Kreuzlingen und Stuttgart.

Im Halbfinale gewannen die Vorarlberger gegen Karlsruhe, die Ungarn folgten mit einem Sieg über Kaiserslautern ins Endspiel. Das Finale entwickelte sich zum spannendsten Spiel der Turniergeschichte. Bregenz/Dornbirn mit dem österreichischen Ex-Nationalspieler Tobias Grabherr ging mit 2:0 in Führung. Die Budapester, etwas überrascht von dem schnellen Rückstand, zeigten dann, warum Wasserball in Ungarn Nationalsport Nummer 1 ist. Angeführt von Karoly Peteri, der sowohl für die Weingartener als auch seinen Heimatverein Budapest ins Wasser sprang, drehte Sportliget das Spiel und machte aus dem 0:2 ein 4:2. Bregenz/Dornbirn konterte mit dem Anschlusstreffer. In der härter werdenden Partie gelang den Vorarlbergern mit der Schlusssirene der Ausgleich. Im Fünfmeter-Schießen setzte Tobias Grabherr den Schlusspunkt zum 7:6-Endstand.

Mit dem Abschneiden der beiden Teams des SSV Weingarten war Trainer Tobias Stöhr nur bedingt zufrieden. Die Mastersmannschaft um Routinier Alu Maier schlug in der Vorrunde Gemmingen und erreichte mit einem Sieg gegen Bielefeld den umjubelten elften Platz. Die Meistermannschaft verlor in der Vorrunde gegen den Oberligisten Kaiserslauterer SK mit 4:5. Zu Beginn des nächsten Spiels erlitt Torhüter Sebastian Frommelt einen Cut über dem Auge und musste ins Krankenhaus zum Nähen. Den Ausfall ihres Torhüters verkraftete die Mannschaft nicht und verlor gegen Gera und Bielefeld. Gegen Stuttgart und Bielefeld wurde noch gewonnen und Weingarten beendete das Turnier auf dem 13. Platz. Das Jugendturnier gewann der PSV Stuttgart, bei den Frauen setzte sich Essen durch.

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