Besucher erleben Gemeinschaft beim Adventsmarkt

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Maria Anna Blöchinger

Sechzehn adventlich geschmückte Verkaufshütten, mehr als erwartet, beleben den Platz im Einkaufszentrum. Am Freitag haben Kinderchören den Besuchern des Adventsmarkts im Stadtteil Untere Breite das Herz gewärmt. Auch am Samstag hat es neben bunten Handarbeiten und verlockenden Stärkungen noch ein Rahmenprogramm gegeben.

Das Paar mit Kind kam zufällig vorbei und war begeistert. „Eine tolle Idee“, fanden sie. Sie wohnen gleich nebenan und gehören zu den gut 6000 im Stadtteil „Untere Breite“ beheimateten Menschen. Am Freitag gegen 16 Uhr waren die Besucher noch gezählt. Bei einbrechender Dunkelheit aber belebte sich der Adventsmarkt und auch der am Marktrand aufgestellte Christbaum leuchtete hell und war nicht mehr zu übersehen. Es wurde heimelig um die mit Tannengrün und Lichterketten geschmückten Hütten. Gertrud Gorenc und Hille Roth strahlten an ihrem Stand, an dem sie Handarbeiten verkauften, und erklärten: „Wir stricken beide gern!“ Als sie sich entschieden hatten, jetzt zum ersten Mal mitzumachen, kochten sie zusätzlich Marmelade ein, backten Plätzchen und fertigten Adventskränze. Eine Meisterin im Handarbeiten ist auch Rentnerin Beatrix Feistauer. Die Mutter und Großmutter strickte erst nur für ihre Kinder. Dann sei es immer mehr geworden, erzählte sie. Eine Besucherin bewunderte die modischen Lodenhüte sowie eine kunstvoll in Lochmustern gestrickte Jacke.

Unter Vordächern stehen Gäste im Trockenen

Ob mit oder ohne Schirm, über den Regen klagte niemand. „Es könnte schlimmer sein!“, stellte ein Besucher fest, der die festlich geschmückten Hütten lobte. Unter Vordächern und Zeltdächern standen die Gäste im Trockenen. Gute Laune verbreiteten von Anfang an die Schüler, die sich für verschiedene Projekte einsetzten. Lina, Nils und Marius von St. Konrad boten fair gehandelte Produkte und im Technikunterricht selbst Hergestelltes an. Vesperbrettchen aus Holz und Schlüsselanhänger aus Metall waren darunter. Schüler der Klasse 7c der Realschule Weingarten verkauften selbst und mit tatkräftiger Unterstützung von Müttern und Großmüttern gebackene Kuchen. Die Talschüler sammelten mit ihrem Verkaufsstand Geld für den Aufenthalt im Landschulheim. Im Kreis der Hütten bot auch „Tupperware“ die beliebten Produkte an. Seit eineinhalb Jahren hat das Unternehmen in der Unteren Breite einen Servicepoint.

Um 17 Uhr begrüßte Oberbürgermeister Markus Ewald die Gäste und kündigte den Chor des St.-Elisabethen-Kindergartens an, der sich sich unter einem weißen Zeltdach aufstellte. Stolze Eltern verfolgten mit sichtlicher Freude den Auftritt ihrer Sprösslinge. „Bis Weihnachten, bis Weihnachten ist’s nimmer weit!“ schmetterten die Kleinen voller Zuversicht, von Kindergärtnerin Renz an der Gitarre begleitet. „Lasst uns froh und munter sein“, ließen sie altbekannte Weisen hören. OB Markus Ewald freute sich, dass der Weihnachtsmarkt, der im vergangenen Jahr ausgefallen war, nun mit 16 Ständen einen so starken Auftritt hatte.

Kinderchor singt Weihnachtsklassiker

„Ich habe das Gefühl, jetzt wird’s wirklich Weihnachten“, verkündete er leicht fröstelnd. Er dankte allen tatkräftig Beteiligten. Das Restaurant Kaffeemühle hatte freundlicherweise seine Toiletten für die Marktbesucher zur Verfügung gestellt. Der OB hob das weitere Rahmenprogramm hervor, den Auftritt der Bläsergruppe des Musikvereins Weingarten und eines Drehorgel-Spielers. An beiden Tagen war in der Bäckerei Mayer die Kinderbackstube für angemeldete Gäste geöffnet. Ergovitalis bot eine Bastelstunde an und am Samstag verteilte der Nikolaus gespendete Süßigkeiten. Raik Meißner, Welfenapotheke, vom Arbeitskreis des Adventsmarktes wünschte allen Besuchern einen genussvollen Rundgang. In unerschütterlicher Frische sangen die Kinder des Eduard-Mörike-Kindergartens unter anderem das Lied von der Weihnachtsbäckerei, bewundert nicht nur von den begeisterten Eltern. Und immer noch mehr Besucher strömten auf den Platz.

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