Auch Ukrainer helfen bei der Weinlese in Weingarten

 19 Helfer haben bei der Weinlese am Martinsberg geholfen.
19 Helfer haben bei der Weinlese am Martinsberg geholfen. (Foto: Felix Ludewig)
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Die Weinbergfreunde Weingarten waren überrascht, dass sich so viele Helferinnen und Helfer zur Weinlese am Martinsberg eingefunden haben. Die Gruppe von 19 Menschen war bunt gemischt. So war zum Beispiel auch ein ukrainischer Familienvater aus Charkow in der Ostukraine dabei, der mit seiner Deutschlehrerin an der Weinlese teilnahm. Auch der Baubetriebshof Weingarten war vor Ort und half mit.

Erntebedingungen waren optimal

Organisiert hatten die Aktion die Weinbergfreunde Weingarten, die sich das ganze Jahr über um die Weinstöcke rund um den Martinsberg kümmern. Günter Staud von den Weinbergfreunden war sichtlich zufrieden mit dem Engagement der Helfer und dem Zuckergehalt der Reben. Dieser betrug 80 bis 95 Prozent Öchsle. Das sei für eine Weinernte ziemlich gut. Auch sonst seien die Erntebedingungen dieses Mal optimal gewesen, sagt Uwe Stürmer, der ebenfalls zu den Weinbergfreunden gehört. Zum einen habe der Hagel die Ernte nicht beschädigt, zum anderen habe man rechtzeitig Netze gegen Vogelfraß aufgehangen.

Mehr als 150 Jahre gab es keinen Weinanbau

Am Martinsberg Wein anzubauen, folgt einer alten Tradition. Noch bis 1850 bauten Mönche des Klosters Wein an, wie Staud ausführt. Erst später hätten sich die Mönche darauf verlegt Bier zu brauen. Deshalb sei die Tradition, in Weingarten Wein anzubauen, abgebrochen. Erst 2003 wurde das erste Mal wieder Wein am Martinsberg angebaut.

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