Annette Bernhart möchte die Persönlichkeit der Kinder stärken

Lesedauer: 5 Min
Frau sitzt an ihrem Schreibtisch und lächelt in die Kamera
Annette Bernhart, neue Rektorin an der Schule am Martinsberg, findet jeden Tag an ihrem Arbeitsplatz aufs Neue spannend und herausfordernd. (Foto: Margret Welsch)
Margret Welsch

Annette Bernhart hat sich in den Gängen der Weingartener Schule am Martinsberg (SaM), ihrem neuen Wirkungsort, die vergangenen vier Wochen bereits warmlaufen können. Für die Rektorenstelle bringt die 44-Jährige aus Vöhringen breit gefächerte berufliche Erfahrungen mit. Sie will aufbauen auf dem guten Miteinander sowie dem Vielfalt schätzenden Schulkonzept ihrer Vorgängerin Bernadette Behr und darüber hinaus eigene Akzente setzen. Am Freitag ist Bernhart offiziell in ihr Amt eingesetzt worden.

„Ich bin glücklich hier zu sein“, sagt Bernhart und strahlt mit ihrer einnehmenden Art. Das bezieht sich sowohl auf ihren neuen Arbeitsplatz als auch auf Weingarten. Denn immer wieder hat es die im Illertal aufgewachsene Grund- und Hauptschullehrerin in die Welfenstadt und nach Oberschwaben gezogen. Erst zum Studium an die Pädagogische Hochschule (PH). Dann, nach dem Referendariat, an ihre erste Stelle am Körperbehindertenzentrum Oberschwaben. In der Zeit wurde die Mutter von zwei Kindern alsbald als wissenschaftliche Mitarbeiterin an die PH abgeordnet, wo sie noch ihr Diplom in Pädagogik nachschob. Was folgte, waren zehn Jahre am Schulzentrum in Amtzell.

Wunsch nach neuen Herausforderungen

Neben dem Fachunterricht hat Bernhart, die mit ihren Söhnen und Partner in Grünkraut lebt, immer auch schulspezifische Aufgaben wie Kooperationslehrerin oder Stufenleitung übernommen. Darüber hinaus war sie Fachberaterin im Schulamt, im Regierungspräsidium und im Kultusministerium. Begleitete dort Gemeinschaftsschulen, war Autismus-Beauftragte, gab ferner Fortbildungen im schulischen und außerschulischen Bereich, wie Dozententraining, und anderes mehr. Ihrer jetzigen Aufgabe, Rektorin an der SaM, gingen vier Jahre Schulleitung in Vogt voraus. Sie brauche, wie sie sagt, immer wieder neue Herausforderungen. Nun also mit 225 Schülern die größere Schule, mit 26 Lehrern das größere Team und mehr Personalverantwortung. Und wieder ist sie zurück in Weingarten, wo Bernhart auch die Nähe zur PH und dem Lehrerseminar schätzt, „um am Puls der Zeit zu bleiben“.

An ihrer neuen Arbeitsstätte reizt sie der Umgang mit Vielfalt, mit der verschiedenen Herkunft der Kinder. Richtig gute Arbeit sei da in den letzten Jahren geleistet worden. Auch in Sachen Schulprofil, ob Musik oder Sport. Und auch das soziale Miteinander, das mit vielen kleinen Aktionen wie Monatssingen oder Schulversammlungen gestärkt werde, sei vorbildlich. „Das alles auf diesem Niveau zu halten, ist schon eine Riesenaufgabe“, meint Annette Bernhart. Erst dann könne man mit den begrenzten Ressourcen, personell wie von der Ausstattung her, neue Akzente setzen. Ihr schwebe vor, Theaterspielen anzubieten oder verstärkt den Fokus auf Umwelt und Klimaschutz zu setzen, um die Kinder neben den Basiskompetenzen in ihrer Persönlichkeit weiter zu stärken und zur Selbstverantwortung zu erziehen.

Sportlich und umweltbewusst

Ein Vollzeitjob, bei dem nicht mehr viel Zeit für Hobbys bleibt. Kraft schöpft Annette Bernhart in der Natur, beim Lesen und Treffen mit Familie und Freunden. Und ganz sportlich und umweltbewusst fährt sie oft mit dem E-Bike von Grünkraut zur Arbeit ins Schussental. Ob Stadt, Kollegen oder Elternschaft, herzlich sei sie mit Blumen und Schultertüte in der SaM begrüßt worden. Sie freue sich auf ihre Arbeit hier, die sie jeden Tag neu wieder als „sehr spannend und herausfordernd“ erlebe.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen