Ali Nuri will’s noch mal wissen

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 Nur eine der vielen Seiten des Ali Nuri.
Nur eine der vielen Seiten des Ali Nuri. (Foto: Archiv: Berthold Ruess)

Zwei Jahre liegt sein letzter Wettkampf zurück. Jetzt will es Ali Nuri Kareem noch mal wissen. Der 45-jährige Bodybuilder aus Weingarten tritt am Sonntag bei der Süddeutschen Meisterschaft in Freiberg an. Sein Ziel ist die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft.

Seit seinem letzten Auftritt bei der Europameisterschaft 2016 in Hamburg ist bei dem sportlichen Weingartener viel passiert. Seine umfangreichen Sprachkenntnisse haben ihn beruflich vorangebracht; er ist gefragter Übersetzer, leitet Sprachkurse und dolmetscht in Behörden. Ein weiteres Standbein ist der Sicherheitsbereich geworden: Nuri gehört zum Team einer Securityfirma und wacht außerdem in der Notaufnahme der Oberschwabenklinik über die Sicherheit von Personal und Patienten. Durch die Nachtarbeit mangle es ihm an Schlaf. Trotzdem nimmt er sich die Zeit, um sich für die Süddeutsche Meisterschaft vorzubereiten: „Jeden Tag mindestens zwei Stunden“ Training im Weingartener Fitnessstudio „Muskelkater“.

Am schlimmsten ist aber in der Vorbereitungsphase die Ernährung. „Ich habe Hunger ohne Ende“, gesteht er bei einer Tasse Kaffee. Es wird für die nächste Zeit sein letzter sein. Ohne den gewohnten Löffel Zucker schmeckt ihm der Kaffee nicht, aber es ist Gift für seine Gewichtsklasse. 68 Kilogramm darf er am Wettkampftag bei seiner Körpergröße von 1,66 Metern wiegen, um nicht chancenlos in der nächsthöheren Klasse zu landen. Also müssen bis zum 4. November nochmals zweieinhalb Kilogramm runter. Wenn man nur noch Muskelmasse abnehmen kann, geht das durch Entwässerung. Vier Liter pures Wasser muss Nuri dafür täglich konsumieren, an den letzten beiden Tagen vor dem Wettkampf sogar acht bis zehn Liter. Das bringt noch einen weiteren Effekt: „Nicht nur mit Masse, sondern mit Definition und schöner Muskulatur“ will der Weingartener am Sonntag in Freiberg punkten.

Sein Ziel ist am Ende die Qualifikation für die Europameisterschaft: „Dort will ich einfach noch mal auf der Bühne stehen.“ Bis dahin heißt es weiterhungern.

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