Edith und Heiner Faßmer haben ihren Ehrentag mit Familie, Freunden und Nachbarn der Aufwind Wohngemeinschaften groß gefeiert. S
Edith und Heiner Faßmer haben ihren Ehrentag mit Familie, Freunden und Nachbarn der Aufwind Wohngemeinschaften groß gefeiert. Stadtrat Alfred Schick überbrachte die Glückwünsche der Stadt und des Landes Baden-Württemberg. (Foto: Stadt Weingarten)
Schwäbische Zeitung

In Weingarten hat das Ehepaar Edith und Heiner Faßmers Grund zu Feiern gehabt, Anlass war die Eiserne Hochzeit, teilt die Stadt mit.

Die Liebesgeschichte der beiden begann mit einem Brief. Ihre Großeltern kannten sich, und so erfuhr Heiner Faßmer, dass Edith nach ihrer kaufmännischen Lehre ein Jahr auf einem Bauernhof in England verbrachte, um die Sprache zu lernen. „1953 war das außergewöhnlich“, erzählt Heiner Faßmer. Seine Bewunderung schrieb er in einen Brief, dem viele weitere folgen sollten. Einige Monate später, am 1. August 1953, heiratete er seine große Liebe in Wanne-Eikel.

Edith Faßmer arbeitete, kümmerte sich um die beiden Kinder, den Hund und den großen Garten, während ihr Mann den Meister ablegte und später als Dienststellenleiter der Wasserwirtschaft Wuppertal viel unterwegs war. „Letztendlich hat alles immer gut geklappt“, sagt Heiner Faßmer und schwärmt: „Meine Frau ist einmalig.“2015 – mit 84 und 86 Jahren – verließ das lebenslustige Paar seine Heimat Wuppertal und zog nach Weingarten, in die Nähe seiner Tochter und deren Familie. „Wir haben uns über Nacht für die Wohnung entschieden und uns hier sofort aufgehoben gefühlt“, erzählt Edith Faßmer. Ihr Mann und sie seien stolz, dass sie ihren Haushalt noch ganz alleine führten und dank ihrer offenherzigen Art problemlos Anschluss gefunden hätten. „Langweilig ist uns nie.“ Nur Schwäbisch – das möchten die beiden Westfalen nicht mehr lernen.

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