Zweiter Corona-Fall in Wangen: Frau des ersten Infizierten ist betroffen

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 So sieht es aus, wenn ein Abstrich für einen Coronatest genommen wird. Bei zwei Wangenern fiel das Ergebnis positiv aus.
So sieht es aus, wenn ein Abstrich für einen Coronatest genommen wird. Bei zwei Wangenern fiel das Ergebnis positiv aus. (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)
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In Wangen ist eine zweite Person mit dem Corona-Virus infiziert. Das Landratsamt Ravensburg erklärte am Freitag: Dabei handelt es sich um eine Person mittleren Alters. OB Michael Lang bestätigte Informationen der „Schwäbischen Zeitung“, wonach es sich bei dem betroffenen Menschen um die Ehefrau des Mannes handelt, dessen Erkrankung am Donnerstag bekannt geworden war.

Laut Landratsamtssprecher Franz Hirth habe das positive Testergebnis am Freitagvormittag vorgelegen. Die Frau ist – wie ihr Ehemann – derzeit in häuslicher Isolation. Nach bisherigen Erkenntnissen weise sie allerdings keine Krankheitssymptome auf.

Derzeit überprüft das Landratsamt die Kontaktpersonen der Betroffenen. Bei dem Mann war dies ebenfalls geschehen – mit dem Ergebnis, dass seither 28 weitere Menschen daheim bleiben müssen. Franz Hirth geht davon aus, dass jetzt weitere Personen isoliert werden müssen.

Unterdessen berichtete OB Michael Lang, am Freitag mit dem erkrankten Mann telefoniert zu haben. Dieser habe berichtet, sich gut zu fühlen und völlig überrascht von dem positiven Testergebnis gewesen zu sein. Für den Rathauschef ein weiteres Zeichen, dass der Krankheitsverlauf sehr milde sein kann.

Michael Lang erklärte ebenfalls: „Ich wünsche der Familie das Beste, die Zeit jetzt zu überstehen.“ An die Wangener appellierte er, Empathie und Feingefühl für die Betroffenen, ihr Umfeld und die weiteren, derzeit isolierten Menschen zu zeigen.

Ehepaar war in Südtirol

Unterdessen erklärten die Behörden am Freitag auch Südtirol zu einem Corona-Risikogebiet. Darauf verwies das Landratsamt ebenfalls explizit, weil es annimmt, dass zuletzt zahlreiche Menschen aus der Region dort Urlaub gemacht haben.

Dazu gehört auch das vom Coronavirus betroffene Wangener Ehepaar – wenngleich Landrat Harald Sievers am Donnerstag davon ausgegangen war, dass sich der Mann schon zuvor bei einer „Großveranstaltung“ innerhalb Deutschlands infiziert hatte.

Hinweis des Gymnasiums

Das Rupert-Neß-Gymnasium, das der negativ getestete Sohn der Erkrankten besucht, veröffentlichte auf seiner Homepage ebenfalls den Hinweis zu Südtirol – zusammen mit dem Appell: „Alle Personen, die sich im Risikogebiet aufgehalten haben, kommen bis zum Ende der Inkubationszeit (14 Tage nach Rückkehr) nicht in die Schule.“

Das Testergebnis des Sohns hatte am Donnerstagabend vorgelegen. Damit war klar: Dessen Schulklasse konnte den Unterricht am Freitag wieder besuchen, der Junge muss allerdings weiterhin zu Hause bleiben.

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