Zehnjähriger Gärtner schenkt der Stadt zwei Linden-Setzlinge

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 Pius Meyer pflanzte zwei Linden auf der Wiese Richtung Kriegerheim. Seine Schwester Sarah durfte mithelfen.
Pius Meyer pflanzte zwei Linden auf der Wiese Richtung Kriegerheim. Seine Schwester Sarah durfte mithelfen. (Foto: Stadt Wangen)
Schwäbische Zeitung

Der zehnjährige Pius Meyer hat der Stadt Wangen laut Pressemitteilung zwei Linden-Setzlinge geschenkt. Gemeinsam mit seiner Schwester Sarah und unter Mithilfe der beiden Baumpfleger im Bauhof, Ayhan Coskun und Roland Stärk, pflanzte er sie am Mittwoch auf der Wiese beim Fußweg von der Lindauer Straße in die Flandernstraße.

Schon länger war bei der Stadt überlegt worden, auf diesem Gelände Bäume zu pflanzen. Da kam das Angebot von Pius Meyer gerade richtig.

Die Fachleute vom Bauhof mähten mit der Sense zwei Plätze frei und hoben dann die Pflanzlöcher aus. Pius setzte die gut 40 und 70 Zentimeter hohen Bäumchen und häufelte mithilfe seiner Schwester Erde an. Zum Schluss goss er sie an. An jedem Setzling wurde ein Pfahl eingeschlagen, damit sie beim Mähen geschützt sind.

Linden bei St. Vinzenz als Vorbild

Auf die Idee kam Pius Meyer, weil er von daheim aus die großen Linden bei St. Vinzenz oft im Blick hat. Sie samen aus, und zwei dieser ausgesamten Bäumchen hegte und pflegte er. Seine Mutter jedoch erhob irgendwann Einspruch, denn es war klar, dass in ihrem Garten nicht genug Platz für so einen Baum sein würde. Und so fragte sie im Bauhof an, ob dort an den beiden Setzlingen Interesse bestünde.

Das Angebot wurde mit großer Freude angenommen – insbesondere, weil Pius insgesamt ein begeisterter Gärtner ist. Nun wird er öfter vorbeikommen und seine Bäume wässern, damit sie gut anwachsen und in 40 oder 50 Jahren die Größe der Bäume beim Weiher im Kriegerheim erreichen. Die beiden Tannen, die ebenfalls auf der Wiese stehen, werden keine Konkurrenz zu den künftigen Linden sein. Denn sie werden irgendwann als Christbäume geschlagen.

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