Wie sieht das Waltersbühl der Zukunft aus?

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Die Anregungen, die sie für die Zukunft ihres Quartiers haben, konnten die Waltersbühler auf Plakaten sammeln.
Die Anregungen, die sie für die Zukunft ihres Quartiers haben, konnten die Waltersbühler auf Plakaten sammeln. (Foto: Paul Martin)
Paul Martin

Der Stadtteil Waltersbühl soll sich verändern. Für energetische Erneuerungen will die Stadt ein Quartierskonzept von der Energieagentur Ravensburg erstellen lassen. Rund 50 Personen sind zur Auftaktveranstaltung dieses mehrjährigen Prozesses ins Gemeindezentrum Sankt Ulrich gekommen.

„Dass es einen Bedarf gibt, über die Entwicklungen zu sprechen, wurde mir immer wieder gesagt“, erklärte OB Michael Lang zu Beginn des Abends die Beweggründe, die er maßgeblich auf die Bausubstanz in Waltersbühl aus den 70er und 80er-Jahren zurückführte. „Da wird bei den Eigentümern in den nächsten Jahren das Interesse da sein zu sanieren und zu renovieren.“

Ein gesamt Konzept für Waltersbühl biete sich außerdem besonders an, weil das Quartier eine Art „Stadt in der Stadt“ sei. Der Fokus liegt neben dem Energierverbrauch der einzelnen Häuser besonders auf dem Verkehr.

Für die Grünflächen werden mehr Bänke gewünscht

Tina Götsch von der Energieagentur hat sich aufgrund statistischen Materials bereits Faktoren wie das Alter der Heizungen, die Energieträger oder das Energiepotenzial angeschaut. „Aber wir leben nicht in Statistiken. Was wir im Moment haben ist die Sicht der Stadt, nicht die Sicht der Bürger“, so Götsch.

In denen kommenden Monaten sollen die Waltersbühler in den Prozess so miteinbezogen werden, dass das Konzept nicht an der Lebensrealität der Menschen vorbei gemacht wird. Bis Juni 2021 soll alles erarbeitet sein.

Das Angebot der Agentur an die Bürger beinhaltet unter an derem kostenfreie Beratungen, welche einen Enegergie-Check ebenso beinhalten können wie Fragen zu Fördermöglichkeiten durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau.

Die Anregungen, die sie für die Zukunft ihres Quartiers haben, konnten die Waltersbühler auf Plakaten sammeln. Festgehalten wurde dabei unter anderem, dass im Stadtteil ein Gemüsehändler fehle. Für die Grünflächen werden mehr Bänke und eine häufigere Reinigung gewünscht, zwischen Waltersbühl und der Haid hätte mancher gerne einen Kreisverkehr.

Andere zeigten darüber hinaus Interesse für einen Rufbus, mehr Bushaltestellen oder ein Car-Sharingsystem.

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