Wie man sich Bumerangs selber schnitzen kann

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 Wie man Bumerangs selber schnitzt und fliegen lässt, gehört zu den Workshop-Inhalten.
Wie man Bumerangs selber schnitzt und fliegen lässt, gehört zu den Workshop-Inhalten. (Foto: Carolin Steppat)
Carolin Steppat

Kreativität und Abenteuerlust, Handwerk und Natur, diese Dinge möchte Matthias Beck in seinem neuen Kunstprojekt „Mobiles Atelier Allgäu“ zusammenbringen.

Der gebürtige Würzburger Beck hat seine Leidenschaft, das Arbeiten mit Holz, zum Beruf gemacht. Nach seiner Ausbildung zum Schreiner in Würzburg wurde er Architekt und machte sich in Heilbronn selbstständig. Bereits dort begann er mit Bildungsträgern zusammenzuarbeiten, bot Kurse in der Erwachsenenbildung und Schülerseminare an.

2011 kam er dann ins Allgäu, wo er seither lebt und als Zimmermann arbeitet. Beck: „Als Zimmermann bist du draußen auf dem Bau, egal ob bei fünf Grad minus oder bei 40 Grad plus. Da spürst du deinen Körper und die Natur.“ Diese Erfahrung möchte er anderen, vor allem jüngeren Menschen, die viel virtuell unterwegs sind, auch ermöglichen – unter fachkundiger Anleitung.

So hat er beispielsweise einen Workshop konzipiert, bei dem die Teilnehmer mit dem Fahrrad Wangen, Isny und Leutkirch erkunden, um die Eindrücke als Zeichnungen festzuhalten. Auch das Arbeiten mit Holz ist ein wichtiger Bestandteil seines Konzeptes. Dazu gehört die „Bumerang Auszeit“ über zwei Tage. Hier können die Teilnehmenden in einer Freiluftwerkstatt an der Argen, in der Nähe des Eistobels, Bumerangs schnitzen und ausprobieren.

Übernachtet wird in einer Hütte. Speziell für Väter und Söhne bietet er seine sogenannten „Shortys“ an. Das sind Kurse über einen Nachmittag, bei dem das gemeinsame Werkeln Alt und Jung verbinden soll. Beck: „Väter und Söhne brauchen gemeinsame Verbindungspunkte.“ Dazu engagiert er sich kulturell. Als Dozent gibt er Kurse in Zeichnen beim Theaterfestival Isny. Seine eigene Ausstellung „Architekturlandschaften“ war Anfang des Jahres im Kornhaus zu sehen.

An Ideen für weitere Projekte mangelt es Beck nicht: „Aktuell beschäftige ich mich mit dem Konzept einer mobilen Werkstatt, die man ans Auto hängen und überall aufstellen kann.“

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