Wichtiger Auswärtserfolg für die MTG Wangen

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 Aaron Mayer erzielte neun Tore in Albstadt. Kurz vor Schluss sah er die Rote Karte.
Aaron Mayer erzielte neun Tore in Albstadt. Kurz vor Schluss sah er die Rote Karte. (Foto: Thorsten Schneider)
olw

Die MTG Wangen hat in der Handball-Württembergliga Süd im vierten Auswärtsspiel der Saison den dritten Sieg eingefahren. In einem Nachholspiel bezwangen die Allgäuer am Samstagabend Aufsteiger HSG Albstadt vor 300 Zuschauern in der Ebinger Mazmannhalle trotz einer schwachen ersten Hälfte mit 33:32 (14:16). „Das Spiel war nicht einfach zu spielen, daher bin ich froh, dass wir am Ende wirklich verdient gewonnen haben“, sagte MTG-Trainer Sebastian Staudacher. „Ich bin stolz auf die Mannschaft, wie sie die zweite Halbzeit angegangen ist und mit welcher Überzeugung und mit welchem Mut wir das dann gedreht haben.“

Wangen fand nicht ins Spiel, sodass Staudacher schon nach neun Minuten beim Stand von 2:5 seine erste Auszeit nahm. Diese verfehlte jedoch ihre Wirkung: Beim 7:12 in der 21. und beim 11:16 in der 27. Minute lag die MTG jeweils mit fünf Toren zurück und war schließlich mit dem 14:16-Zwischenstand nach 30 Minuten gut bedient. „Wir spielen eine nicht gute erste Halbzeit, sind aber trotzdem noch dran, was zu dem Zeitpunkt nicht zu erwarten war, weil Albstadt besser war“, musste Staudacher eingestehen.

In der Pause fand der MTG-Trainer offensichtlich die richtigen Worte. Sein Team zeigte „eine gute Reaktion“, ging beim 22:21 in der 42. Minute erstmals in Führung und baute diese bis zur 53. Minute auf 30:25 aus. „Da decken wir extrem gut, Albstadt fällt wenig bis gar nichts ein“, lobte Staudacher und bekräftigte: „Das machen wir wirklich, wirklich gut, sind sehr diszipliniert und ziehen vorentscheidend weg.“

Nachdem Albstadt zwischenzeitlich auf 28:30 (56. Minute) verkürzt hatte, führte die MTG knapp zwei Minuten vor Schluss nach einem von Felix Mendler – dem bereits dritten Wangener Strafwurfschützen an diesem Abend – verwandelten Siebenmeter mit 33:29 und brachte den Vorsprung ins Ziel. „Es war am Ende eine Nervenschlacht, aber die Jungen haben es gut gemacht“, meinte Staudacher und hob Sven Iberl, Leopold Plieninger und Joel Schwarz namentlich hervor. „Wir haben heute alle gebraucht und alle haben sich eingebracht, deshalb war der Sieg verdient und vor allem wichtig.“

Zu dieser Nervenschlacht trug auch das Schiedsrichterduo seinen Teil bei: Nachdem in der 23. Minute Albstadts Simon Flügel bei einem Wangener Gegenstoß für einen Schubser gegen Aaron Mayer die Rote Karte gesehen hatte (Staudacher: „Zwei Minuten hätten auch gereicht“), zog es seine aus Staudachers Sicht „sehr, sehr harte“ Linie konsequent durch. In der 55. Minute traf Marc Kuttler seinen Gegenspieler im Gesicht und wurde des Feldes verwiesen, keine zwei Minuten später sah Aaron Mayer für eine ähnliche Situation wie Flügel im ersten Spielabschnitt ebenfalls glatt Rot. Darüber hinaus kassierte Albstadt fünf Zwei-Minuten-Strafen, Wangen – inklusive einer Hinausstellung gegen Sebastian Staudacher – acht. „Wir haben uns durch die Zeitstrafen nicht aus dem Konzept bringen lassen und auch an uns geglaubt, wenn es mal nicht so lief“, attestierte der MTG-Trainer seinen Spielern.

Durch den Erfolg in Albstadt verbesserten sich die nun seit drei Spielen ungeschlagenen Wangener in der Tabelle auf Platz neun – punktgleich mit dem nächsten Gegner HSG Ostfildern.

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