Was sich im Wangener Stadtmuseum verändert hat

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Schwäbische Zeitung

Das Wangener Stadtmuseum ist seit dem Wochenende wieder für Besucher geöffnet. Wer das Museum kennt, wird in der christlichen Abteilung feststellen, dass sie ein bisschen luftiger gestaltet wurde und farblich einen ganz neuen Akzent setzt. Denn die Stadt Wangen teilt mit: Für die Neugestaltung wurde die coronabedingte Schließzeit genutzt.

Neue Einheit gebildet

Inhaltlich werde dort sehr prominent das Thema „Sorge um das Seelenheil“ bearbeitet – dargestellt durch eine neu gebildete Einheit. So wurde das Porträt der Heiligen Anna, die auch Patronin der Armen und der Witwen ist, aus dem Gemäldesaal in diesen Bereich versetzt. Zwei gegenüberstehende geschmiedete Kreuze – eines davon kann vermutlich Bernhard Neß zugeordnet werden –, eine Armentruhe und das Bildnis der Spitalstifterin bilden eine Einheit. Hervorgehoben wird der Raum durch eine Farbgebung in Gold und Schwarz, was ihn größer erscheinen lässt, so die Stadt.

Zu den Vitrinen werden die Besucher durch die hellen Akzente der Strahler geführt. Im Aufgang zum zweiten Stock ist ein beleuchtetes Panel geplant, das für Helligkeit sorgen und weitere Erklärungen zu den abgebildeten Themen sorgen soll.

Alt-OB Leist im Film-Interview

Im Erdgeschoss ist noch die Ende der vergangenen Saison eingerichtete Ausstellung zu Maria Neff, der letzten privaten Eigentümerin der Eselmühle, zu sehen. Im Foyer gilt dies für ein Film-Interview mit Alt-OB Jörg Leist über die Rettung der Eselmühle im Jahr 1969.

Angesichts der Corona-Pandemie unterliegt auch der Museumsbesuch bestimmten Regeln. Die Besucher betreten das Museum laut Mitteilung wie üblich an der Eselmühle und werden dann in einem Rundgang bis zur Badstube geführt. Dort verlassen sie den historischen Gebäudekomplex wieder. Taschen und Gepäck können sie dann wieder in der Eselmühle am Eingang abholen.

Diese weiteren Auflagen gibt es

Am Eingang werden sie gebeten, den Handdesinfektionsspender zu benutzen, in den Räumen darum, eine Mund- und Nasenbedeckung zu tragen. Im Museum gelten überdies die üblichen Abstands- und Hygieneregeln. So bitte die Stadt die Besucher auch, in engen Räumen entsprechend Rücksicht zu nehmen und diese ebenso wie die Treppen nur einzeln und nacheinander zu betreten.

Deshalb ist es laut Mitteilung in diesem Sommer auch nicht möglich, das Eichendorff-Museum und das Gustav-Freytag-Museum zu betreten. Beide Museen seien jedoch von außen einsehbar. Das Käsereimuseum mit Fastnachtsmuseum und die Müllerstube sind zugänglich. Jedoch sind auch dort Menschenansammlungen zu vermeiden.

Für die Besucher stehen die Toiletten im Erdgeschoss der Badstube zur Verfügung. Sie dürfen nur jeweils von einer Person betreten werden.

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