Wangens Straßen haben im Winter nicht stärker gelitten als sonst

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 Die Straßenbeläge leiden stets bei frostigen Temperaturen.
Die Straßenbeläge leiden stets bei frostigen Temperaturen. (Foto: Franziska Kraufmann)
Redaktionsleiter

Wie sehr haben Wangens Straßen unter dem schneereichen Winter gelitten? Diese Frage tauchte in der jüngsten Gemeinderatssitzung auf, als es um Auftragsvergaben für das Straßensanierungsprogramm 2019 ging.

Dazu erklärte OB Michael Lang: Die Schäden seien in etwa gleich hoch einzuschätzen wie in den Vorjahren – obwohl da deutlich weniger Schnee lag. Der Grund: Seinerzeit seien die Temperaturunterschiede größer gewesen. Das habe vielerorts zum Aufplatzen des Asphalts geführt. Heuer gab es weniger Quecksilber-Differenzen. Dafür seien die Schäden eher an den Rändern, etwa an Zäunen oder Hecken, zu verzeichnen gewesen.

Bei der kurzen Debatte zu den städtischen Investitionen ins Straßennetz drehte es sich aber auch um die Frage, was die Stadt generell leisten kann. Hier sagte Manfred Sturm vom Tiefbauamt: Zusätzliche Mittel könne man immer gebrauchen. Allerdings stelle sich dann die Frage: „Was schaffen unsere Firmen?“

Der Tiefbau-Fachmann gab überdies Walter Mohr (CDU) recht, der insbesondere in den Ortsteilen die Kürze manches zu sanierenden Straßenabschnitts kritisierte. Allerdings liege dies in fehlenden finanziellen Mitteln begründet. An diesem Punkt brachte OB Lang ein von ihm seit Monaten immer wieder aufs Tapet gebrachte Thema an: die im Vergleich zu enger bebauten Städten schlechtere Zuschuss-Versorgung von eher dünn besiedelten Flächenkommunen durch das Land.

Letztlich vergab der Gemeinderat einstimmig mehrere Baulose an verschiedene Unternehmen. Damit ist klar, welche Straßen in diesem Jahr saniert werden: Wolfgangstraße, Gottesackerweg, Max-Planck-Weg und ein Gehwegstück der Ravensburger Straße in der Stadt sowie folgende Teilabschnitte in den Ortschaften: Epplings – Götzenberg (Deuchelried), Oberweiler (Leupolz), Niederlehen/Hub (Karsee), Berg (Niederwangen), Batten/Bauren (Schomburg) sowie Dorfstraße und Dabetsweiler in Neuravensburg.

Für ein Bonmot sorgte überdies OB Michael Lang. Nachdem Urs Geuppert, stellvertretender technischer Betriebsleiter der Stadtwerke, über die Probleme der Nahwärmevermarktung in bestehenden Eigenheimsiedlungen berichtete, begab sich der Rathauschef auf Ursachenforschung: „Der schwäbische Häuslebauer mag gern in den Keller gehen und seine Heizung streicheln.“

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