Wangens Erfolgsserie reißt gegen Langenau/Elchingen

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 Die MTG Wangen um Elia Mayer (Mitte) verlor gegen die HSG Langenau/Elchingen.
Die MTG Wangen um Elia Mayer (Mitte) verlor gegen die HSG Langenau/Elchingen. (Foto: Sascha Riethbaum)
Oliver Weishaupt

MTG: Kucera, Nerger; Mendler (7), A. Mayer (5/2), Paul (4), Dohrn, Plieninger (je 3), E. Mayer (3/2), Endraß (2), Fischer, Kuttler, Schwarz (je 1).

Nach ihrem spielfreien Wochenende haben die Württembergliga-Handballer der MTG Wangen den Lauf von fünf ungeschlagenen Spielen nicht fortsetzen können: Am Samstagabend verloren sie in der Argensporthalle gegen die HSG Langenau/Elchingen mit 30:32 (15:17). Die Gäste gingen in ihrem sechsten Auswärtsspiel erstmals nicht als Verlierer vom Feld und zogen in der Tabelle an den Wangenern vorbei. „Wir kriegen über 60 Minuten Langenau in der Deckung nicht in den Griff“, brachte MTG-Trainer Sebastian Staudacher die fünfte Niederlage im siebten Heimspiel auf den Punkt. „Am Ende ist das natürlich durchaus verdient für Langenau; wir haben einfach zu viele Dinge nicht gut gemacht.“

Beim 2:1 nach drei Minuten lag Wangen das einzige Mal in Führung. Die Gäste zeigten überfallartigen Tempohandball und erzielten beim 4:2 in der fünften Minute bereits ihr drittes Gegenstoßtor. Ihre höchste Führung in der ersten Halbzeit erspielte sich die HSG beim 9:6 (12.). Aufregung und Ratlosigkeit herrschte bei Wangen in der 23. Minute, als Leopold Plieninger trotz eines Stoßes in der Luft und unsanfter Landung das vermeintliche 13:13 erzielte, der Treffer jedoch keine Anerkennung fand. Beim 14:14 (26.) und 15:15 (27.) gelang der Ausgleich aber doch. „Vorne war es okay, da haben wir gute Lösungen gefunden“, meinte Staudacher. Zur Pause führte Langenau/Elchingen aber mit 17:15.

Zum wiederholten Mal startete die MTG schlecht in die zweite Halbzeit und lag nach 34 Minuten mit 15:20 zurück. Zwar kämpften sich die Wangener auf 20:23 heran (41.), doch nach einem weiteren Zwischenspurt führten die Gäste knapp 14 Minuten vor Schluss mit 27:20. Nun haderte Staudacher auch mit der Angriffsleistung: „Wir nehmen uns Würfe, die wir uns nicht nehmen sollten, und dann hat jeder ein bisschen Respekt vor dem Wurf.“ So scheiterten seine Spieler einige Male an HSG-Torhüter Markus Hinkelmann. „Wir haben zwar schlecht verteidigt, hätten aber im Spiel bleiben können, hätten wir die Chancen genutzt“, meinte Staudacher.

Die Gäste spielten mit den Wangenern zeitweise Katz und Maus. „Die haben eine gewisse Routine, die haben auch ein paar Leute, die schon dritte Liga gespielt haben und spielen seit Jahren in der Konstellation. Die wissen genau, wann sie noch mal anziehen sollen oder wann sie das Tempo rausnehmen sollten“, sagte Staudacher. „Die steuern das Spiel recht gut, das ist uns nicht so gelungen, wie ich mir das wünsche.“ Erst gegen Ende verkürzte die MTG etwas und gestaltete die zweiten 30 Minuten mit 15:15 ausgeglichen. „Die letzten Minuten, da lassen sie nach und dann schönt das Ergebnis so ein bisschen das Spiel“, sagte Staudacher – ihm war bewusst, dass die Niederlage deutlicher hätte ausfallen können.

Bei den Zuschauern kam der Eindruck auf, die MTG-Spieler seien mit dem Kopf nicht bei der Sache gewesen. „Wir sind schlecht ins Spiel reingekommen und haben wenig Gründe gehabt, uns über Sachen zu freuen“, entgegnete Staudacher. „Wenn wir so decken, wie ich möchte, aggressiv und aktiv, dann kann man sich Sachen erarbeiten. Das war halt einfach nicht der Fall. Dann war es schon so, dass wir wenige Emotionen gezeigt haben. Die Körpersprache war nicht so gut. Und bei uns ist die Mentalität schon eine Basis unseres Spiels.“

MTG: Kucera, Nerger; Mendler (7), A. Mayer (5/2), Paul (4), Dohrn, Plieninger (je 3), E. Mayer (3/2), Endraß (2), Fischer, Kuttler, Schwarz (je 1).

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