Wangener Wochen der Wahrheit

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 Michel Fischer
Michel Fischer (Foto: Sascha Riethbaum)
Uli Coelius

Womöglich etwas überspitzt formuliert warten auf die Wangener Handballer nun die Wochen der Wahrheit. Mit gleich drei Aufstiegskandidaten der Württembergliga Süd bekommt es die MTG in den nächsten Wochen zu tun. Los geht’s für den Tabellenfünften an diesem Samstag um 20 Uhr in der heimischen Argensporthalle gegen den Ligadritten TSV Heiningen. Die Wangener können die Herausforderungen freilich gelassen angehen. Denn mit dem Abstieg haben die Allgäuer rein gar nichts mehr zu tun.

Nach Heiningen (32:12 Punkte) stehen die Partien gegen den nach Meinung von MTG-Teammanager Arno Uttenweiler „absoluten Aufstiegsfavoriten“ und Klassenprimus TSB Schwäbisch Gmünd (34:8 Zähler) an sowie beim von vielen Experten hoch gehandelten TSV Wolfschlugen (Zweiter/31:10 Punkte). „Wir sind gut vorbereitet“, sagt Uttenweiler.

Kleiner Kader könnte unterschätzt werden

Auf die technische, spielerische und personelle Überlegenheit der anstehenden Gegner lässt Uttenweiler nichts kommen. Gleichwohl der MTG-Teammanager mit einem Schmunzeln zu bedenken gibt, „dass wir aufgrund unseres derzeit kleinen Kaders durchaus unterschätzt werden könnten“. Vor allem Regisseur und Torjäger Aaron Mayer fällt aus beruflichen Gründen noch für längere Zeit aus. Das allerdings macht die MTG äußerst unberechenbar. Allein in Elia Mayer, Marc Kuttler sowie dem wieder erstarkten Kreisläufer Sebastian Staudacher strahlt die MTG große Gefahr aus.

Immerhin behaupten die Wangener in der Württemberliga Süd, die in einem höchst umstrittenen Plan mit der Nord-Gruppe zusammengelegt werden soll, bei aktuell 29:13 Punkten einen beachtlichen fünften Platz – nach dem Beinahe-Abstieg in der Vorsaison. Der zaghafte Blick in Richtung Oberligaaufstieg erweist sich keinesfalls als Utopie. Wobei Uttenweiler entsprechenden Ambitionen einen Riegel vorschiebt: „Wir sind zwar auf alles vorbereitet. Doch ist für uns vor allem wichtig, den Nachwuchs mit einigen Talenten in die so wichtige Zukunftsarbeit zu integrieren.“

Uttenweiler: „Die Moral in der Mannschaft stimmt“

Die Weichen sind jedenfalls gestellt. Und es wäre kein Beinbruch, die bevorstehenden Herkulesaufgaben gegen Heiningen, gegen Oberliga-Absteiger Schwäbisch Gmünd sowie in Wolfschlugen mit einem Negativerlebnis abzuschließen. „Damit könnten wir gut leben“, sagt Uttenweiler. „Doch, wie gesagt, keiner sollte uns unterschätzen. Die Moral in der Mannschaft stimmt. Wir sind ein cooles Team.“

Der bevorstehende Gegner TSV Heiningen musste sich jüngst immerhin dem TSV Wolfschlugen zu Hause mit 25:27 geschlagen geben. Im Hinrundenspiel unterlagen die Wangener relativ deutlich 25:29 in Heiningen. Revanchegelüste sind durchaus angebracht. Die MTG darf sich auf alle Fälle als so etwas wie der Hecht im Karpfenteich fühlen. Doch wie sagt Co-Trainer und Kreisläufer Staudacher selbstbewusst: „Ein Topteam werden wir packen.“

Die erste Gelegenheit dazu gibt es am Samstagabend in der heimischen „Hölle Süd“.

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