Wangener Künstler stellt sein Instrument vor

Simon Hartmann
Simon Hartmann (Foto: Elena Zaucke)
Schwäbische.de

Am ersten Advent, 27. November, spielt der aus Wangen stammende Kontrabassist Simon Hartmann zwei Konzerte im Festsaal der Waldorfschule. Um 14 Uhr stellt Hartmann beim Kinderkonzert mit dem Titel „Carmen, eine musikalische Entdeckungsreise für Kinder, oder: Ist der Kontrabass eigentlich eine Frau?“ kleinen Zuhörerinnen und Zuhörern sein vielseitiges Instrument vor. Das Konzert ist geeignet für Kinder ab fünf Jahren. Abends konzertiert Simon Hartmann begleitet von Mizuka Kano-Hartmann am Flügel. Gemeinsam präsentieren sie Werke von Felix Mendelssohn, Astor Piazzolla, Johann Sebastian Bach, Gabriel Fauré, Luciano Berio und Stuart Sankey. Beginn des Altstadtkonzertes ist um 18 Uhr.

Simon Hartmann durchlief in seinem musikalischen Werdegang viele Stationen. Angefangen mit dem Hackbrett, welches er in der Tradition alpenländischer Volksmusik spielte, kam bald der Kontrabass hinzu. Mit 14 wurde er als Vorstudent an der Musikhochschule Freiburg bei Božo Paradžik aufgenommen. Es folgten Erfolge bei Wettbewerben und regelmäßige Auftritte als Solist bei großen Orchestern. Nach und nach verschob sich der Fokus immer stärker Richtung Ensemblespiel. Seine kammermusikalische Tätigkeit, zum Beispiel mit dem Merlin Ensemble Wien oder dem Podium Festival Esslingen, führten ihn zu Festspielen in Luzern, Wiesbaden, Heilbronn, Heidelberg und vielen anderen. Abgerundet wird sein Schaffen von seiner Lehrtätigkeit in Form von Meisterkursen u.a. am Orchesterzentrum Nordrhein-Westfalen und in Japan. Seit 2020 ist er Solobassist beim Sinfonieorchester St. Gallen, wo er mit seiner Familie lebt.

In Wangen tritt er zusammen mit seiner Frau Mizuka Kano auf. Sie wurde in Tokio geboren, studierte dort an der Toho-Gakuen-Hochschule für Musik, setzte ihr Studium an der Universität der Künste Berlin fort und schloss das Konzertexamen 2012 erfolgreich ab. Sie gewann in ihrer Karriere zahlreiche internationale Wettbewerbspreise, unter anderem den zweiten Preis beim 1. Internationalen Rachmaninoff-Wettbewerb in Los Angeles (2002), den ersten Preis und den Publikumspreis beim Internationalen Wettbewerb G. B. Viotti in Vercelli/Italien (2005), den Steinway-Preis in Berlin (2006), sowie den Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerb in Zwickau (2008). Zudem arbeitet Mizuka Kano als Korrepetitorin an der Universität der Künste in Berlin und als Klavierlehrerin an der Musikschule Appenzeller Vorderland.

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