Wangener Kinder helfen Kindern in Argentinien

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 Die Hilfsorganisation Fann hilft Kindern in Argentinien, die aus sozial schlecht gestellten Familien kommen.
Die Hilfsorganisation Fann hilft Kindern in Argentinien, die aus sozial schlecht gestellten Familien kommen. (Foto: Hilfsorganisation Fann)
Schwäbische Zeitung

Der gute St. Martin hilft dem Bettler, indem er seinen Mantel mit ihm teilt. Aber können wir auch ein bisschen so wie Martin sein? Das fragten sich die Kinder und Erzieherinnen des evangelischen Kindergartens Arche Noah, heißt es in einer Pessemitteilung des Kindergartens. Es sei kurzer Hand beschlossen worden, einem befreundeten Kindergarten in Tucuman (Argentinien) zu helfen. Dass es den Kindern im Kindergarten der Hilfsorganisation FANN nicht so gut gehe, hätten die Jungen und Mädchen der Haus- und Waldgruppen hautnah erfahren. Sie lernten demnach den vierjährigen Tiago kennen, der dort in den Kindergarten geht, und erfuhren von Nöten und Ängsten aus dem Alltag des Jungen. Besonders traurig empfanden die Kinder laut Mitteilung, dass dort nur wenige und kaputte Spielsachen gibt. Zuhause würden dann die Kinderzimmer auf den Kopf gestellt, um eine passende Spielsache für Tiago und Co. zu finden. So hätten sich Puzzles, Spiele, Babyspielzeug, Puppen, Schleichtiere und Bücher (sogar auf spanisch) und vieles mehr im Kindergarten angesammelt. In ein großes Paket gepackt, solle alles, mit einem Bild und Brief der Kinder als Gruß versehen, nach Argentinien versendet werden. Die Hilfsorganisation FANN (Hilfe dem bedürftigen Kind) liegt in einer der ärmsten Provinzen Argentiniens. Fast jeder zweite Einwohner und viele Kinder würden unterhalb der Armutsgrenze leben und auf der Straße der Elendsviertel aufwachsen. FANN widme sich den Kindern aus sozial schlecht gestellten Familien. Dazu zähle eine Kinderkrippe, ein Kindergarten, eine Schule und eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Derzeit mache jedoch die wirtschaftlich-politische Situation und die horrende Infiltrationsrate von mehr als 50 Prozent dem Land stark zu schaffen. Das bekomme auf die Stiftung FANN zu spüren. Es kämen kaum mehr Spenden und Gelder aus Argentinien selbst an und die Betriebskosten könnten nicht mehr gedeckt werden. Weitere Informationen finden sich unter www.fann.ch

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