Wangen holt zu Hause den ersten Punkt

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 Immerhin den ersten Heimpunkt holte sich die MTG Wangen (Aaron Mayer und Jacob Endraß) gegen den SKV Unterensingen.
Immerhin den ersten Heimpunkt holte sich die MTG Wangen (Aaron Mayer und Jacob Endraß) gegen den SKV Unterensingen. (Foto: Sascha Riethbaum)
Oliver Weishaupt

MTG: Nerger, Kucera; A. Mayer (10/3), Dohrn, Kuttler (je 6), E. Mayer (3), Endraß, Fischer, Mendler (je 2), Plieninger (1), Paul, Schwarz.

Die MTG Wangen und der SKV Unterensingen haben sich in der Handball-Württembergliga Süd am Samstagabend vor 500 Zuschauern in der Argensporthalle mit 32:32 (17:14) voneinander getrennt. Auch wenn die Wangener damit im fünften Heimspiel der Saison erstmals nicht mit leeren Händen dastanden, war es angesichts des Spielverlaufs eher ein verlorener als ein gewonnener Zähler. Während die MTG Tabellenelfter bleibt, kletterten die Gäste, die in ihrem dritten Auswärtsspiel erstmals punkten konnten, auf Platz drei. „Ich bin natürlich enttäuscht, weil wir meiner Meinung nach das Spiel hätten gewinnen müssen“, meinte MTG-Trainer Sebastian Staudacher.

Fehlende Konstanz

Zum wiederholten Mal startete Wangen gut und lag von Beginn an in Führung. Nach nicht einmal zwei Minuten entschärfte Torhüter Sebastian Nerger gleich den ersten Siebenmeter von Mike Pracht – dem später mit elf Treffern besten SKV-Schützen. Die Gäste konnten mit ihrer 3:2:1-Deckungsformation die MTG-Offensive nicht stoppen und sahen sich früh gezwungen, die Defensive umzustellen. „Ich denke, wir haben viele gute Lösungen gefunden, da hat Unterensingen extreme Probleme gehabt“, war Staudacher zufrieden.

Beim 13:8 nach 18 Minuten hatte sich seine Mannschaft am Samstagabend den größten Vorsprung der gesamten Begegnung erspielt, der beim 17:14 zur Pause immer noch drei Tore betrug.

„Und dann kam das, was immer kommt“, sah sich sicherlich nicht nur Staudacher an die jüngsten Heimauftritte seines Teams erinnert: „Dass wir nach der Halbzeit momentan nicht konstant genug sind und viel zu einfach Gegentore bekommen.“ In der Tat leistete sich die MTG mehrere Ballverluste und beim 22:21 in der 38. Minute gingen die Gäste erstmals in Führung. Wangen schlug zurück und führte in der 43. Minute wieder mit 26:23. „Da haben wir uns gut zurückgekämpft, haben Moral gezeigt“, lobte Staudacher. Beim 28:27 in der 51. Minute lag Unterensingen zum zweiten Mal vorne. Nach dem 28:28-Ausgleich fielen dann die Tore bis zum 32:32-Endstand im Wechsel, wobei die MTG stets vorlegte. Ärgerlich war aus Wangener Sicht, dass in der Schlussviertelstunde zwei Überzahlsituationen nach Zwei-Minuten-Strafen für die Gäste nicht genutzt wurden und diese jeweils torlos verstrichen.

Der letzte Angriff der Partie brachte den Wangenern lediglich einen Freiwurf ein, der nach Ablauf der 60 Minuten direkt aufs Tor geworfen werden musste. Die schwierige Aufgabe übernahm der mit 2,10 Metern größte MTG-Spieler Marc Kuttler. Er konnte die SKV-Abwehrmauer aber nicht überwinden, traf stattdessen einen gegnerischen Spieler am Kopf und sah dafür noch die Rote Karte.

Der letztlich entscheidende Faktor dafür, dass es für die MTG erneut nicht zum ersten Heimerfolg reichte, war die im Vergleich zum Gegner größere Anzahl an vergebenen freien Würfen, die von SKV-Torhüter Marc Vogel entschärft wurden. „Das bricht uns das Genick, auch wenn wir natürlich mit 32 Gegentoren nicht zufrieden sind“, meinte Staudacher dazu. Jedoch: „Wir könnten durchaus 35 werfen und dann gewinnst du das Spiel. Das zieht sich einfach durch und ist etwas, worauf es ganz schwierig ist, Einfluss zu nehmen.“ Für Trainer Staudacher und seine Spieler bleibt also weiterhin viel zu tun, um nach 28 Spielen mindestens Platz sieben zu erreichen und damit die angestrebte Qualifikation für die eingleisige Württembergliga zu schaffen. „Da müssen wir daran arbeiten, dass wir es aus den Köpfen rausbekommen, dass wir konsequenter im Torabschluss sind, uns da mehr darauf fokussieren und dann einen Schritt nach vorne machen, damit wir diese Souveränität und dieses Selbstvertrauen bekommen, um auch solche Spiele zu gewinnen“, sagte Staudacher.

MTG: Nerger, Kucera; A. Mayer (10/3), Dohrn, Kuttler (je 6), E. Mayer (3), Endraß, Fischer, Mendler (je 2), Plieninger (1), Paul, Schwarz.

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