Volles Risiko wird nicht belohnt

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 Jakob Hölz punktete für die TG Wangen/Eisenharz an den Ringen.
Jakob Hölz punktete für die TG Wangen/Eisenharz an den Ringen. (Foto: Norman Seibert)
Schwäbische Zeitung

Unter denkbar schlechten personellen Voraussetzungen musste die zweite Mannschaft der Turngemeinschaft Wangen/Eisenharz ins Oberligaduell mit dem TSV Wernau gehen. Sechskämpfer Finn Ruchti meldete sich krankheitsbedingt ab, zudem waren Stefan Merath und Guido Stadelmann angeschlagen und nicht voll einsatzfähig. Dank eines nahezu fehlerfreien Wettkampfs konnten die Allgäuer das Duell mit dem Konkurrenten um den Klassenerhalt dennoch lange Zeit ausgeglichen gestalten.

Mit vier starken Übungen startete das Team der Turngemeinschaft am Boden. Dank der höheren Ausgangswerte konnten die Gäste des TSV Wernau trotz eines Sturzes das Gerät knapp mit 8:7 für sich entscheiden. Am Pauschenpferd demonstrierte die Heimmannschaft, dass sie an diesem Gerät mit jedem Gegner in der Oberliga mithalten kann. Alle vier Turner kamen ohne Absteiger durch ihre Übungen. Insbesondere Moritz Mittmann und Christian Förg, die beide zu den zehn besten Pferdturnern aller STB-Ligen gehören, überzeugten mit starken Vorstellungen. Durch das 12:4 am Pauschenpferd übernahm die TG Wangen/Eisenharz die Führung.

Vier ausgeglichene Duelle erlebten die Zuschauer an den Ringen. Jede Mannschaft konnte je zwei Duelle für sich entscheiden – für Wangen/Eisenharz punkteten Christian Förg und Jakob Hölz. Am Ende sicherte sich Wernau mit 5:3 das dritte Gerät und verkürzte den Rückstand vor der Pause auf 17:22. Auch am Sprung duellierten sich beide Teams erneut auf Augenhöhe. Wernau gewann die Gerätewertung mit 5:4 und der Vorsprung der Turngemeinschaft schmolz auf 4 Punkte. Am Barren schlichen sich auf Seiten der TG Wangen/Eisenharz die ersten Unsicherheiten des Wettkampfs ein.

Zwei Patzer sind am Ende mindestens einer zu viel

Bis dahin hatten sich die Allgäuer sehr zur Freude der Zuschauer fehlerfrei präsentiert. Der TSV Wernau witterte seine Chance und ging dank der schwierigeren Übungen nach drei Duellen erstmals seit dem Boden wieder in Führung. Im letzten Duell konnte Lukas Mader mit seiner bisher besten Saisonleistung zum 29:29 ausgleichen. Damit begann das Taktieren am Reck, einem der schwächsten Geräte der Heimmannschaft im bisherigen Saisonverlauf. Wangen/Eisenharz musste alles riskieren und schickte unter anderem auch die zwei mit Handverletzungen gehandicapten Stefan Merath und Guido Stadelmann ans letzte Gerät. Zwei Patzer waren am Ende dann zu viel, um den Wettkampf noch zu gewinnen.

Trotz der 31:40-Niederlage zeigte sich das Team mehr als zufrieden mit der Leistung. Wenn bei den nächsten Wettkämpfen und insbesondere beim Ligafinale wieder alle Turner fit sind, dann sollte der Klassenerhalt in der höchsten schwäbischen Turnliga möglich sein.

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