Volksbegehren "Rettet die Bienen": Das sagen Landwirte, Naturschützer und Landtagsabgeordnete aus der Region

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Eine interessante Podiumsrunde hat über das Anliegen des Volksbegehrens in Neuravensburg diskutiert.
Eine interessante Podiumsrunde hat über das Anliegen des Volksbegehrens in Neuravensburg diskutiert. (Foto: Paul Martin)
Paul Martin

Überblick: Das ist der aktuelle Stand beim Volksbegehren

Eckpunktepapier hieß das entscheidende Wort am Donnerstagabend in Neuravensburg. Damit ist der Kompromiss zwischen Landwirtschaftsministerium, Umweltministerium und den Initiatoren des Volksbegehrens für mehr Artenschutz „Rettet die Biene“ gemeint. Denn, wie Hermann Schad eingangs betonte: „Das Volksbegehren ruht im Moment“. Sprich: Die Initiatoren haben entschieden, die Menschen für eine gewisse Zeit nicht mehr zum Unterschreiben des Volksbegehrens zu mobilisieren. „Das heißt nicht, dass das Volksbegehren abgeblasen oder zurückgenommen ist – das wäre gar nicht möglich.“ Die Initiatoren wollen der Landesregierung Zeit geben, um zu beweisen, wie ernst sie es mit dem Kompromiss, dem Eckpunktepapier, meint.

Sollten dennoch – die Auslegung der Unterschriftenlisten in den Amtsstuben und Rathäusern läuft schließlich weiter – ein Zehntel der Wahlberechtigten das Volksbegehren unterschreiben, so kommt es in den Landtag. Dieser kann darauf nur mit „Ja“ oder „Nein“ reagieren. Nimmt die Mehrheit der Abgeordneten das Volksbegehren an, so wird es zum Gesetz. Lehnt der Landtag ab, so kommt es zur Volksabstimmung. Hierbei kann das Land allerdings einen eigenen Entwurf dem von „Rettet die Biene“ gegenüberstellen. (pama)

Zwei Landtagsabgeordnete, die eine von den Grünen, der andere von der CDU. Dazu ein Naturschützer und ein Landwirt: Das war das Rezept für eine spannende Diskussion rund um das Volksbegehren...

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Überblick: Das ist der aktuelle Stand beim Volksbegehren

Eckpunktepapier hieß das entscheidende Wort am Donnerstagabend in Neuravensburg. Damit ist der Kompromiss zwischen Landwirtschaftsministerium, Umweltministerium und den Initiatoren des Volksbegehrens für mehr Artenschutz „Rettet die Biene“ gemeint. Denn, wie Hermann Schad eingangs betonte: „Das Volksbegehren ruht im Moment“. Sprich: Die Initiatoren haben entschieden, die Menschen für eine gewisse Zeit nicht mehr zum Unterschreiben des Volksbegehrens zu mobilisieren. „Das heißt nicht, dass das Volksbegehren abgeblasen oder zurückgenommen ist – das wäre gar nicht möglich.“ Die Initiatoren wollen der Landesregierung Zeit geben, um zu beweisen, wie ernst sie es mit dem Kompromiss, dem Eckpunktepapier, meint.

Sollten dennoch – die Auslegung der Unterschriftenlisten in den Amtsstuben und Rathäusern läuft schließlich weiter – ein Zehntel der Wahlberechtigten das Volksbegehren unterschreiben, so kommt es in den Landtag. Dieser kann darauf nur mit „Ja“ oder „Nein“ reagieren. Nimmt die Mehrheit der Abgeordneten das Volksbegehren an, so wird es zum Gesetz. Lehnt der Landtag ab, so kommt es zur Volksabstimmung. Hierbei kann das Land allerdings einen eigenen Entwurf dem von „Rettet die Biene“ gegenüberstellen. (pama)

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