Viel mehr Schüler als erwartet demonstrieren in Wangen zum Klima

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500 Schüler demonstrieren in Wangen
Wangen – Nicht 70, nicht 100, nein rund 500 junge Menschen machten sich am Freitagmorgen im Rahmen der weltweiten Fridays for Future-Proteste auch in Wangen vom Beruflichen Schulzentrum Wangen (BSW) aus auf den Weg durch die Stadt. Ihre Botschaft: Klima- und Naturschutz verbunden mit dem Protest, dass viel zu wenig getan wird. Bei der Kundgebung auf dem Marktplatz war durchaus auch Eigenkritik und –verantwortung hörbar. „Wir verändern die Situation nur, wenn alle was tun“, sagte beispielsweise Teoman Cabak. Als Beispiel nannte er den Verzicht auf Plastiktüten und eine bessere Mülltrennung.
Redaktionssekretariat

Nicht 70, nicht 100, nein rund 500 junge Menschen haben sich am Freitagmorgen im Rahmen der weltweiten Fridays-for-Future-Proteste auch in Wangen vom Beruflichen Schulzentrum Wangen (BSW) aus auf den Weg durch die Stadt gemacht.

Ihre Botschaft: Klima- und Naturschutz verbunden mit dem Protest, dass viel zu wenig getan wird. Bei der Kundgebung auf dem Marktplatz war durchaus auch Eigenkritik und -verantwortung hörbar. „Wir verändern die Situation nur, wenn alle was tun“, sagte beispielsweise Teoman Cabak. Als Beispiel nannte er den Verzicht auf Plastiktüten und eine bessere Mülltrennung.

"Ich find’ es richtig cool"

Schüler

Alwin Schürer, Initiator der Wangener Fridays-for-Future-Demo, war schon zu Beginn der Demo begeistert: „Dass so viele gekommen sind, trotz diesem beschissenen Wetter, ich find’ es richtig cool.“ Viele Schüler hatten ihre Schilder dabei. „Es gibt keinen Plan(eten) B“, stand dort zu lesen oder „Stoppt die Massentierhaltung“. Und schon am BSW waren Sprechchöre zu hören wie „Wir sind laut, wir sind hier, weil Ihr uns die Zukunft klaut“ oder: „Eins, zwei, drei, vier – gegen Kohle sind wir hier“.

Laut, aber friedlich zog die Demo-Schar über Jahnstraße, Liebigstraße, Lindauer Straße, Klosterbergstraße, Bindstraße, Schmiedstraße und Herrenstraße in Begleitung der Polizei zum Marktplatz. Unterwegs wurden es immer mehr. Nach Angaben der Veranstalter erbrachte eine Zählung „rund 500 Demonstranten.“ Und damit in jedem Fall deutlich mehr als jene 70 bis 100, die die Veranstalter angemeldet und erwartet hatten.

In der Folge reichte die Beschallung auf dem Marktplatz doch nicht ganz, um tatsächlich auch die Schüler in den hinteren Reihen zu erreichen. „Unglaublich, wie viele Leute sich hier versammelt haben und den Regentropfen trotzen. Das zeigt, dass uns das Thema allen am Herzen liegt. Wir stehen nicht alleine, sondern gemeinsam im Regen“, sagte beispielsweise Elea Egger aus der Waldorfschule.

„Ich bin hier, weil ich etwas verändern will“, meinte Teoman Cabak, der gleichzeitig verkündete: „Es ist die erste Demo, bei der ich bin.“ Und Berra Basar von der Gemeinschaftsschule fragte öffentlich, warum die ältere Generation so negativ eingestellt sei zu den Freitagsdemos, die mit dem Fernbleiben der Schule verbunden sind: „Wäre es nicht an einem Freitag, hätten wir nur halb so viel Aufmerksamkeit.“

„Ihr habt auch nicht Eure Hausaufgaben gemacht.“ 

Fridays for Future-Initiatorin Greta Thunberg

Und noch etwas sagte Berra Basar: „Es ist leichter, uns als Schulschwänzer abzustempeln, als was zu bewirken.“ In Anlehnung an die Worte von der weltweiten Fridays for Future-Initiatorin Greta Thunberg wandte sich Berra Basar an die Erwachsenen: „Ihr habt auch nicht Eure Hausaufgaben gemacht.“

Bevor sich die Demo gegen halb elf auflöste, wies Alwin Schürer noch darauf hin, dass die Wangener Fridays-for-Future-Bewegung auf Instagram und Facebook zu finden ist und als Whats-App-Gruppe existiert. Alle, die mithelfen wollen, weitere Aktionen zu organisieren, können sich dort melden.

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