Tierschutz-Skandal im Allgäu: Behörde stellt Verstöße auf Hof in Dietmannsried fest

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Kühe auf einer Wiese
Seit Monaten gibt es im Allgäu Verstöße gegen den Tierschutz. Erst im Dezember vergangenen Jahres waren auf einem anderen Hof im Oberallgäu Fälle bekannt geworden. (Foto: Symbolbild: dpa/Jan Woitas / DPA)
Landesdienst Bayern

Im Allgäuer Tierschutz-Skandal haben die Behörden auf einem Rinderhof erneut schwere Mängel festgestellt.

„Bei rund der Hälfte der Tiere waren erhebliche Klauenprobleme festzustellen. Andere befanden sich in einem schlechten Ernährungszustand“, sagte ein Sprecher des Landratsamtes Oberallgäu in Sonthofen am Donnerstag.

Das Veterinäramt und Vertreter des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) durchsuchten den Hof am Mittwoch in einer großangelegten und unangekündigten Kontrolle.

Hof war den Behörden bereits bekannt

Alle 480 Milchkühe und 100 Kälber seien auf ihren Gesundheits- und Ernährungszustand überprüft worden, teilte das Landratsamt mit. Der Hof bei Dietmannsried war den Behörden bereits bekannt.

Das Veterinäramt hatte dort im vergangenen Jahr mehrmals kontrolliert und wiederholt Mängel festgestellt. Wie Nachkontrollen zeigten, sind die Anordnungen nicht nachhaltig befolgt worden. Dem Landratsamt zufolge steht ein Tierhaltungsverbot für den Halter im Raum.

Seit Monaten gibt es im Allgäu Verstöße gegen den Tierschutz. Erst im Dezember vergangenen Jahres waren auf einem anderen Hof im Oberallgäu Fälle bekannt geworden.

Daraufhin mussten sechs Tiere eingeschläfert werden. Vor einem halben Jahr waren erstmals Tierschutz-Verstöße im Allgäu publik geworden, nachdem Videoaufnahmen einer Tierschutzorganisation an die Öffentlichkeit gelangt waren. Diese zeigen, wie mutmaßlich auf dem Hof eines der größten Milchviehbetriebe in Bayern Kühe misshandelt werden.

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