Stromausfall zwischen Wangen und Wolfegg

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 Zwischen Wangen und Wolfegg gab es am späten Sonntagabend einen Stromausfall.
Zwischen Wangen und Wolfegg gab es am späten Sonntagabend einen Stromausfall. (Foto: Symbol: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)
Schwäbische Zeitung

Der Raum nördlich von Wangen sowie Wolfegg waren am späten Sonntagabend von einem Stromausfall betroffen. Ursache war nach Angaben des Netzbetreibers Netze BW ein gebrochener Isolator an einem 20 000-Volt-Freileitungsmast bei Riehlings. Der dadurch ausgelöste Kurzschluss hatte demnach einen weiteren Defekt an einem Erdkabel im Süden von Wolfegg zur Folge.

Betroffen waren vor allem Anschlüsse in Wolfegg und nördlich von Vogt in einigen Weilern rund um Moser sowie in dem Gebiet zwischen Riehlings, Herfatz und Leupolz. Ein dort gerade tätiges Bereitschaftsteam konnte die Versorgung durch Umschaltungen nach wenigen Minuten bereits weitgehend wieder herstellen, teilte Netze BW am Montag mit. Lediglich bei einigen Anschlüssen rund um die Schadensstelle in Riehlings sei bis nach Mitternacht Geduld gefragt gewesen.

Komplizierter gestaltete sich demnach die Lage in Wolfegg. Nachdem die Monteure den gestörten Leitungsabschnitt ausfindig gemacht hätten, sei es ihnen gelungen, durch weitere Schaltmaßnahmen in Abstimmung mit der Zentralen Leitstelle in Ravensburg die Versorgung zwischen 23.40 und Mitternacht nach und nach wieder herzustellen. Die erforderlichen Reparaturen sollen baldmöglichst im Laufe der Woche erfolgen, so die EnBW-Tochter.

Zur Erläuterung: Bei der Netze BW wird das 20 000-Volt-Mittelspannungsnetz nach Unternehmensangaben grundsätzlich in Form „offener Ringe“ aufgebaut, so dass im Störungsfall beschädigte Abschnitte – in der Regel zwischen zwei Ortsnetzstationen – „herausgeschaltet“ (von der Versorgung abgeschnitten) werden können. Durch Umschaltungen innerhalb der Ringstruktur könnten diese betroffenen Stationen wieder ans Netz genommen oder sozusagen „von der anderen Seite“ versorgt werden, bevor eine Reparatur beginnt.

Diese sollte dann umgehend erfolgen, damit die Vorteile der Ringstruktur weiterhin gewährleistet seien und das Netz nicht übermäßig belastet werde. In den Ortsnetzstationen, genauer im Transformator, erfolge die Umspannung von 20 000 Volt auf die in den Haushalten und Betrieben gängige Ortsnetzspannung von 400/230 Volt.

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