Sechste Heimniederlage für die MTG Wangen

Lesedauer: 5 Min
 Knappe Niederlage: Aaron Mayer verliert mit Wangen gegen Wolfschlugen.
Knappe Niederlage: Aaron Mayer verliert mit Wangen gegen Wolfschlugen. (Foto: Sascha Riethbaum)
Oliver Weishaupt

Die Württembergliga-Handballer der MTG Wangen haben am Samstagabend in der Argensporthalle gegen den Tabellendritten TSV Wolfschlugen eine äußerst bittere 25:26 (11:10)-Niederlage kassiert und damit einen erfolgreichen Start in die Rückrunde verpasst. Durch die bereits sechste Niederlage im neunten Heimspiel fielen die Allgäuer in der Tabelle auf Rang neun zurück. „Mit der Deckungsleistung bin ich heute zufrieden“, sagte MTG-Trainer Sebastian Staudacher nach dem Spiel. „Wir haben uns vorgenommen, aggressiv zu verteidigen, das haben wir gut gemacht, haben wirklich gute Lösungen gefunden und sie vor Probleme gestellt.“

Anders als im Hinspiel in Wolfschlugen, als die Gastgeber nach 30 Minuten mit neun Toren in Führung lagen und am Ende ungefährdet mit 33:28 gewannen, präsentierte sich die MTG dem Spitzenteam aus dem Landkreis Esslingen dieses Mal als ebenbürtiger Gegner. Das 1:2 (5. Minute) war der einzige Rückstand in der ersten Halbzeit, in der sich neben Torhüter Sebastian Nerger auch Mika Jaeschke, der den an der Leiste verletzten Adam Kucera ersetzte, mit einem gehaltenen Siebenmeter (6:5/17. Minute) auszeichnen konnte.

Elf Tore bis zur Halbzeit sind Staudacher zu wenig

In der 27. Minute spielte Wolfschlugen in Unterzahl ohne Torwart und Felix Mendler traf zum 11:8 ins leere Gästetor. Doch Wangen versäumte es, das kleine Polster mit in die Pause zu nehmen; stattdessen konnten die Gäste durch zwei Treffer in Folge auf 10:11 verkürzen. „Wir haben uns eigentlich vorgenommen, mehr Tempo zu laufen, es dann aber nicht konsequent gemacht“, meinte Staudacher. „Elf Tore in einer Halbzeit zu Hause sind natürlich nicht das, was ich mir vorstelle.“

Bis zur 39. Minute schaffte es Wangen, den Vorsprung auf vier Tore auszubauen (16:12) und diesen zunächst zu halten. Wer glaubte, die Heimmannschaft sei nun auf der Siegerstraße, sah sich getäuscht: Nach einem 5:0-Lauf der Gäste innerhalb von knapp fünf Minuten führten diese in der 50. Minute mit 20:19. „Mitte der zweiten Halbzeit haben wir zehn Minuten eine Phase, in der wir zu viele einfache Tore kriegen und vorne zu oft gute Möglichkeiten liegen lassen“, erklärte Staudacher. „Da war so ein kleiner Knacks im Kopf, wobei wir es dann weiterhin gut gemacht haben.“ In der Tat blieb die MTG im Spiel und lag nach dem Treffer des jungen Simon Natterer zum 22:21 (53. Minute) letztmals vorne.

Die letzten Sekunden hatten es in sich: Beim Stand von 25:25 entschieden die Schiedsrichter nach einer vermeintlichen Balleroberung der MTG-Abwehr auf Siebenmeter für Wolfschlugen und zeigten Marc Kuttler, wie in der 55. Minute bereits Gästespieler Marco Kugler, nach der dritten Zwei-Minuten-Strafe die Rote Karte. Den siebten von insgesamt acht TSV-Strafwürfen (MTG: drei von fünf) verwandelte Johannes Rebmann fünf Sekunden vor Schluss. Im Gegenzug wurde Aaron Mayers direkt ausgeführter Freiwurf gefährlich abgefälscht, ging aber knapp über das Tor. So jubelten am Ende die Gäste, die im gesamten Spiel nie mit mehr als einem Tor geführt hatten. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, ich bin zufrieden mit der Leistung“, versicherte Staudacher, der zuversichtlich ist, die notwendigen Punkte zu sammeln, wenn sein Team „dieses Niveau“ auch in den kommenden Spielen erreicht.

Meist gelesen in der Umgebung

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen