Psychoaktive Drogen sind auch in Wangen ein Thema

Lesedauer: 8 Min
Viele bunte Tütchen mit Drogen im Innern
Bunte Tütchen, verharmlosende Namen, aber teils verheerende Wirkung: Auch in Wangen registriert die Polizei Rauschgift-Delikte mit Kräutermischungen. (Foto: Arc- Andreas Arnold/dpa)

Neue psychoaktive Stoffe (NPS) sind synthetische Substanzen, die in ihrer Wirkung bekannten Drogen wie Haschisch, Ecstasy oder Amphetaminen ähneln, aber zum Teil eine deutlich höhere Konzentration an Wirkstoffen haben. Konsumenten rauchen, schlucken oder schniefen die Produkte, um sich zu berauschen. Die Produkte werden verharmlosend als „Räuchermischungen“, „Badesalze“ oder Ähnliches angeboten. Gezielte Veränderungen der chemischen Struktur ermöglichen es, kontinuierlich neue Stoffe auf den Markt zu bringen, die dann wieder für einige Zeit legal sind (daher die frühere Bezeichnung „Legal Highs“) – bis sie verboten werden. Im November 2016 trat jedoch das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz in Kraft. Es sieht ein weitreichendes Verbot des Erwerbs, Besitzes und Handelns mit NPS und eine Strafbarkeit der Weitergabe von NPS vor. Dabei bezieht sich das Verbot in Ergänzung zum einzelstofflichen Ansatz des Betäubungsmittelgesetzes erstmals auf ganze Stoffgruppen und umfasst damit bereits etwa zwei Drittel der erhältlichen Stoffe.

Meist ist bei den NPS weder die Zusammensetzung der Wirkstoffe, noch deren Menge bekannt. Daher ist der Konsum mit unkalkulierbaren Risiken verbunden. Neben kurzfristigen negativen Folgen wie Wahnvorstellungen drohen auch schwere, mitunter lebensgefährliche gesundheitliche Beeinträchtigungen. Die jährlich vom Bundeskriminalamt veröffentlichten Daten zu den drogenbedingten Todesfällen zeigen, dass NPS auch tödliche Vergiftungen verursachen können. 2016 starben deutschlandweit 98 Menschen an den Folgen des Konsums. Quellen: Drogenbeauftragte der Bundesregierung, BKA

Der Konsum sogenannter Neuer psychoaktiver Stoffe soll in Ravensburg rasant ansteigen. Die SZ hat bei der Polizei nachgefragt, wie sie die Situation in Wangen einschätzt.

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Neue psychoaktive Stoffe (NPS) sind synthetische Substanzen, die in ihrer Wirkung bekannten Drogen wie Haschisch, Ecstasy oder Amphetaminen ähneln, aber zum Teil eine deutlich höhere Konzentration an Wirkstoffen haben. Konsumenten rauchen, schlucken oder schniefen die Produkte, um sich zu berauschen. Die Produkte werden verharmlosend als „Räuchermischungen“, „Badesalze“ oder Ähnliches angeboten. Gezielte Veränderungen der chemischen Struktur ermöglichen es, kontinuierlich neue Stoffe auf den Markt zu bringen, die dann wieder für einige Zeit legal sind (daher die frühere Bezeichnung „Legal Highs“) – bis sie verboten werden. Im November 2016 trat jedoch das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz in Kraft. Es sieht ein weitreichendes Verbot des Erwerbs, Besitzes und Handelns mit NPS und eine Strafbarkeit der Weitergabe von NPS vor. Dabei bezieht sich das Verbot in Ergänzung zum einzelstofflichen Ansatz des Betäubungsmittelgesetzes erstmals auf ganze Stoffgruppen und umfasst damit bereits etwa zwei Drittel der erhältlichen Stoffe.

Meist ist bei den NPS weder die Zusammensetzung der Wirkstoffe, noch deren Menge bekannt. Daher ist der Konsum mit unkalkulierbaren Risiken verbunden. Neben kurzfristigen negativen Folgen wie Wahnvorstellungen drohen auch schwere, mitunter lebensgefährliche gesundheitliche Beeinträchtigungen. Die jährlich vom Bundeskriminalamt veröffentlichten Daten zu den drogenbedingten Todesfällen zeigen, dass NPS auch tödliche Vergiftungen verursachen können. 2016 starben deutschlandweit 98 Menschen an den Folgen des Konsums. Quellen: Drogenbeauftragte der Bundesregierung, BKA

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