Preisträger demonstrieren ihr Talent

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 In Wangen sind die Preisträger geehrt worden.
In Wangen sind die Preisträger geehrt worden. (Foto: Stadt Wangen)
Schwäbische Zeitung

Im Rahmen des Preisträgerkonzerts zum 57. Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ sind die Preisträger geehrt worden und erhielten ihre Urkunden aus der Hand von Oberbürgermeister Michael Lang. Wie die Stadt mitteilt, zeigte sich bei den alles in allem rund einstündigen musikalischen Vorträgen das Potenzial, das in den Kindern und Jugendlichen steckt. Die jüngsten Musikerinnen gehörten den Jahrgängen 2008 und 2009 an, die ältesten der Altersklasse VI von 1999 bis 2001. Sie hatten in ihren Gruppen jeweils 1. und 2. Preise erspielt und ersungen.

Der Leiter der Jugendmusikschule Württembergisches Allgäu (JMS), Hans Wagner, beglückwünschte laut Mitteilung alle Preisträger und verwies nicht ohne Stolz auf den großen Anteil, den die JMS im Landkreis Ravensburg am Wettbewerb „Jugend musiziert“ hat. 120 Teilnehmer hatten sich in Ravensburg den Juroren gestellt, davon kamen mit 65 etwas mehr als die Hälfte aus dem Einzugsgebiet der JMS. Von diesen wurden wiederum 25 zum Landeswettbewerb weitergeleitet, der Ende März in Tuttlingen und Waldstetten ausgetragen wird. Der Schulleiter dankte allen, „die diese Erfolge ermöglicht haben, den Lehrkräften, den Klavierkollegen für die Begleitung sowie den Eltern für die Unterstützung ihrer Kinder.“

„Keine Breite ohne Spitze“

Die Frage, welche Schwerpunkte eine Jugendmusikschule zu setzen habe – Breiten- oder Spitzenförderung – beantwortete er diplomatisch mit „Keine Breite ohne Spitze“. Beides gehöre zum Geschäft der Musikschulen. Je größer der Pool der Musiker sei, desto besser könne man Talente sichten. Zudem bräuchten Jugendliche Vorbilder. In diesem Zusammenhang griff Wagner auf das Beispiel des 17-jährigen Boris Becker zurück, der nach seinem Wimbledon-Sieg 1985 einen wahren Tennis-Boom auslöste. „Leuchttürme, die Spitzenleistung bieten, sind Ansporn für die Jugendlichen“, sagte Wagner. Und doch bleibe das Wichtigste die Freude an der Musik und am gemeinsamen Musizieren. Mit Blick auf die Leistungen der JMS-Schülerinnen und -Schüler schloss er: „Wenn Sie mich fragen – unsere Breite ist ganz schön spitze!“

Oberbürgermeister Michael Lang, der als Zweckverbandsvorsitzender die Grüße seiner Kollegen überbrachte, richtete den Blick auf einen der „Leuchttürme“, die einmal Schüler an der JMS gewesen sind. Schlagzeuger Robert Schad aus Neuravensburg tourt heute mit der Gruppe „Stomp“ um die Welt. „Er ist ein Beispiel von ganz vielen, die aus der Musikschule heraus ihren Berufsweg gefunden haben“, sagte OB Lang. Unter dem Beifall des Publikums dankte er allen am Erfolg Beteiligten. „Die starke Teilnahme der JMS am Regionalwettbewerb ist ein Zeichen für die Leistungsfähigkeit der Schüler und das Engagement der Lehrer“, sagte er. Gleichzeitig dankte er dem Förderverein für seine unterstützende Tätigkeit.

Viel Applaus

Mit viel Applaus wurden die Beiträge der Kinder und Jugendlichen bedacht, die Teile ihres „Jugend musiziert“-Repertoires spielten und sangen. Eindrucksvoll zeigte sich, welche Entwicklung sie genommen haben. Dies galt insbesondere für jene Musiker, die bereits früher in diesem Rahmen, zu hören waren. Und es zeigte sich auch, wie schnell auch den Besten etwas dazwischenkommen kann. Ein junger Mann, der ganz offensichtlich sein Instrument bestens beherrscht und voll in der Musik aufging, musste plötzlich abbrechen, weil ihm einfach der Faden gerissen war. Er sagte es, wandte sich wieder seinem Instrument zu und spielte sein Stück so souverän zu Ende, wie er es begonnen hatte. Er ging unter rauschendem Applaus von der Bühne und hatte alle Herzen gewonnen, heißt es abschließend in der Mitteilung.

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