Oratorienchor Wangen steht mit Freunden auf der Bühne

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 Der Oratorienchor Wangen lädt ein zu einem besonderen Konzert.
Der Oratorienchor Wangen lädt ein zu einem besonderen Konzert. (Foto: A. Muenchmeier)
Schwäbische Zeitung

„Vom Werden und Vergehen“ erzählt der Oratorienchor Wangen laut einer Pressemitteilung in einem Konzert am Sonntag, 20. Oktober, um 17 Uhr im Festsaal der Waldorfschule Wangen. Dirigent Friedrich-Wilhelm Möller stellt darin die gleichnamige Kantate von Bernhard Krol nach Gedichten von Theodor Fontane vor.

Krol, 1920 in Berlin geboren, wirkte ab 1945 als Hornist im Orchester der Berliner Staatsoper und ab 1962 beim Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, heißt es weiter. Ungewöhnlich sei die Besetzung der 1994 entstandenen Kantate mit gemischtem Chor und Posaunenquartett, doch der Komponist kenne die klanglichen und spieltechnischen Möglichkeiten der Bläser, so die Veranstaltungsankündigung. Fünf Gedichte von Theodor Fontane, dessen 200. Geburtstag sich im Dezember jährt, hat Krol hier verbunden, das letzte ist das beliebte „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“. Der Oratorienchor Wangen wird hier vom Posaunenquartett Ars Bucinarum unter der Leitung von Torsten Steppe begleitet.

Der Name dieses Posaunen-Tuba-Quartetts „Ars Bucinarum“ bedeutet übersetzt „Kunst der Hörner“, wobei sich „Bucina“ ursprünglich auf die Signalinstrumente der alten Römer bezog. Über die Jahrhunderte wurde die „Busine“ zur späteren Posaune. Mit Torsten Steppe, Fabian Koch und Jörg Scheide musizieren drei Posaunisten im Ensemble. Der vierte im Bunde ist der Tubist Bernhard Klein. Alle vier wirken als Lehrer in den Musikschulen Oberschwabens und des Westallgäus und musizieren in verschiedenen Ensembles und Orchestern. Bernhard Klein ist zudem Komponist. In seiner ersten Sinfonie für Blasorchester setzt er der Allgäuer Landschaft und der Argen ein tönendes Denkmal, der erste Satz „Fanfare“ leitet auch dieses Konzert ein. Außerdem setzen die Bläser mit einem Medley aus Leonard Bernsteins „West Side Story“ Akzente.

Einen zweiten Schwerpunkt in diesem Konzert bilden die Liebeslieder von Johannes Brahms nach Gedichten von Georg Friedrich Daumer. Beim Oratorienchor wechseln sich kleinere und große Besetzung ab. Margarete Busch und Norbert Schuh begleiten den Chor vierhändig am Klavier.

In eine ganz andere Klangwelt führen der amerikanische Komponist Eric Whitacre und der Norweger Ola Gjeilo mit ihren a-cappella-Kompositionen, sie gehören derzeit zu den beliebtesten Komponisten in der Chorszene. Mit schwebenden Klängen entsteht die Vorstellung von Weite und Stille. Bei den Stücken von Gjeilo wirken auch vier Streicherinnen der Jugendmusikschule mit.

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