Nikolaustag, Klosêabend und Klosêsingen

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 Der Altstadt- und Museumsverein lädt auch in diesem Jahr in die Rochuskapelle zur Nikaolausfeier mit Klosesingen.
Der Altstadt- und Museumsverein lädt auch in diesem Jahr in die Rochuskapelle zur Nikaolausfeier mit Klosesingen. (Foto: AMV)
Schwäbische Zeitung

Der Altstadt- und Museumsverein lädt alle Wangener Kinder zur alljährlichen Nikolausfeier am Donnerstag, 5. Dezember, ab 17 Uhr in die Rochuskapelle ein. Während eines kleinen Rahmenprogramms werden gemeinsam Nikolauslieder gesungen. Am Ende verteilen der Nikolaus und seine Helfer an alle Kinder eine kleine Nikolausüberraschung.

Wie der Verein mitteilt, wird wenn christliche und gütige Nikolaus dann gefolgt wird vom wild dreinschauenden Knecht Ruprecht deutlich, wie zwei Bräuche ineinander geflossen sind, die trotz ihrer Widersprüchlichkeit untrennbar zusammen gehören: Das Nebeneinander des „Klosê“-Abends am 5. Dezember und des Nikolaustags am 6. Dezember ist eines der wenigen Beispiele dafür, wie sich vorchristliches und christliches Gedankengut mischen.

Dies zeigt einerseits der früher im Allgäu weit verbreitete Brauch der „wilden Klosê“ beziehungsweise „Rumpelklosê“, die mit ihrem lärmenden, bedrohlichen Auftreten das Böse vertreiben sollten. Andererseits hat der wilde Klos nichts mit dem gütigen Heiligen Nikolaus zu tun. Der Heilige Nikolaus, Bischof von Myra, entwickelte sich laut AMV während des 6. bis 9. Jahrhunderts zu einem der volkstümlichsten Heiligen der Ostkirche. Seit dem 8. Jahrhundert ist seine Verehrung auch in Rom bezeugt.

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