Neues Programm der Wangener Filminitiative „Weiße Wand“ beginnt am Montag

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 Mit dem österreichischen Film „Angelo“ von Markus Schleinzer wird die Filminitiative das Programm eröffnen.
Mit dem österreichischen Film „Angelo“ von Markus Schleinzer wird die Filminitiative das Programm eröffnen. (Foto: Grandfilm)
Schwäbische Zeitung

Neben dem gedruckten Programmflyer tritt die Filminitiative laut der Ankündigung zudem mit einer neu gestalteten, für die unterschiedlichen Formate kompatiblen Webseite im Internet unter www.weisse-wand.info auf.

Mit ihrem neuen Winterprogramm startet die „Weiße Wand“ ins Kinojahr 2020. Bis Ende März kommen im Lichtspielhaus Sohler sechs ausgewählte Filme auf die Leinwand, aus Österreich, der Schweiz, Palästina, Deutschland, Japan und Großbritannien, so die Ankündigung. Außerdem findet am Samstag, 18. Januar, eine Kunstfahrt nach München zur Ausstellung „Hermann Glöckner – Ein Meister der Moderne“ statt.

Im Eröffnungsfilm Angelo am Montag und Dienstag, 13. und 14. Januar, setzt sich der österreichische Regisseur Markus Schleinzer mit dem Leben des im 18. Jahrhundert aus Afrika verschleppten „Hofmohren“ Angelo Soliman auseinander. Ein Historienfilm, der die Gegenwart bewusst ins Spiel bringt und die Auswüchse des europäischen Kolonialismus erfahrbar macht, heißt es weiter in dem Schreiben.

Wie ein Hotel, das 1969 als Repräsentationsbau des sozialistischen Jugoslawien in Belgrad eröffnet wurde, sich zum mystischen Zeugen einer ganzen Epoche und darüber hinaus entwickelt, davon erzählt der Schweizer Nicolas Wagnières in seiner vielschichtigen Dokumentation „Hotel Jugoslavija“, zu sehen am Montag und Dienstag, 27. und 28. Januar.

Von Nazareth über Paris nach New York und zurück führt der Weg im neuen Film des palästinensischen Regisseurs Elia Suleiman „Vom Gießen des Zitronenbaums“ am Montag und Dienstag, 10. und 11. Februar. Als stummer Beobachter blickt er selbst auf allerhand komische, merkwürdige Geschehnisse in einer aus den Fugen geratenen Welt.

„Das freiwillige Jahr“ am Montag und Dienstag, 2. und 3. März, von Ulrich Köhler und Henner Winckler spielt in der ostwestfälischen Provinz. Alles dreht sich um die verzwickte Beziehung eines resoluten Vaters zu seiner unentschlossenen Tochter, die auf Costa Rica ein soziales Jahr leisten soll, was nicht ohne Humor abgeht.

Als Ethnofiktion bezeichnet die portugiesische Filmemacherin Cláudia Varejão ihren Film „Ama-San“ am Montag und Dienstag, 16. und 17. März, in dem sie dem Leben und Alltag dreier „Frauen des Meeres“ (Ama-San) unterschiedlicher Generationen auf der japanischen Halbinsel Ise-Shima folgt. Dort tauchen nach einer alten Tradition immer noch Frauen im Meer nach Seeigeln, Muscheln und anderen Meeresfrüchten.

Zu ungewöhnlichen, aber höchst sinnlichen Gestaltungsmitteln greift der britische Film „Bait“ am Montag und Dienstag, 30. und 31. März, von Mark Jenkin, dem Schlusspunkt des Programms. Er erzählt vom Strukturwandel im England der Gegenwart. Seemänner in Gummistiefeln treffen dabei auf versnobte Wohlstandstouristen, so die Pressemitteilung.

Alle fremdsprachigen Filme werden in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln gezeigt. Beginn ist jeweils um 20.15 Uhr.

Neben dem gedruckten Programmflyer tritt die Filminitiative laut der Ankündigung zudem mit einer neu gestalteten, für die unterschiedlichen Formate kompatiblen Webseite im Internet unter www.weisse-wand.info auf.

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