MusikwissenschaftlerThomas Schipperges erklärt Beethovens Werk

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 Musikwissenschaftler Thomas Schipperges erklärt Beethovens Werk am Mittwoch.
Musikwissenschaftler Thomas Schipperges erklärt Beethovens Werk am Mittwoch. (Foto: Veranstalter)
Schwäbische Zeitung

Auf Einladung der Opernbühne Württembergisches Allgäu hält Thomas Schipperges vom musikwissenschaftlichen Institut der Universität Tübingen am kommenden Mittwoch, 11. März um 19 Uhr in der Hägeschmiede Wangen einen Vortrag über „Beethovens Bühnenschaffen jenseits von Fidelio“.

Die Opernbühne widmet sich laut Pressemitteilung in diesem Jahr dem Jubilar Ludwig van Beethoven und seiner Oper „Fidelio“, die im Oktober mehrmals zur Aufführung kommt. Doch Beethovens musikdramatisches Schaffen geht weit darüber hinaus, nicht nur, indem es zu Fidelio zwei frühere Fassungen gibt.

In Schauspielmusiken (etwa zu Goethes „Egmont“), Ballettmusik (etwa „Die Geschöpfe des Prometheus“), Arien oder Opernfragmenten spiegelt sich Beethovens Auseinandersetzung mit dieser Gattung.

Thomas Schipperges, geboren 1959, studierte Musikwissenschaft, Religionswissenschaft, Philosophie, Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft in Bonn, Karlsruhe, Freiburg, Kiel und Heidelberg sowie anschließend Theologie und Judaistik. Nach verschiedenen Stationen in Weimar, Kiel, Leipzig und Mannheim hat er seit 2013 die Professur in Tübingen inne. In Forschung und Lehre hat sich Schipperges mit den unterschiedlichsten Themen der Musikgeschichte auseinandergesetzt.

Inhalt und Fragestellung seines Vortrags fasst er so zusammen: „Beethovens Werk umfasst 722 Werke, darunter nur eine Oper. Ist das so? Und wenn ja, warum? Die zweite Frage beantwortet Beethoven selbst in einem Brief an den Fidelio-Librettisten Georg Friedrich Treitschke: ,Die ganze Sache mit der Oper ist die mühsamste von der Welt’. Und die erste Frage relativiert sich zumindest mit Blick auf die vielfältigen Ebenen, auf denen Beethoven sich der Theaterbühne jenseits des Fidelio annäherte und sie umkreiste. Beethoven unternahm mehrere Anläufe zur Opernkomposition, schrieb für das Theater Ballette und Schauspielmusiken und setzte sich mit der zeitgenössischen Oper etwa auch in Variationen über populäre Opernmelodien auseinander oder in Arien und Szenen, die er als Einlage für Werke anderer schrieb oder als Einzelarbeiten vorlegte.“

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