MTG Wangen wird ihrer Favoritenrolle gerecht

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Starker Wangener Nachwuchs: Felix Mendler.
Starker Wangener Nachwuchs: Felix Mendler. (Foto: Thorsten Schneider)
Uli Coelius

Auch ohne ihren erkrankten Cheftrainer Gabriel Senciuc sowie mit nur acht Feldspielern und zwei Torhütern, sind die Wangener Handballer ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Bei der HSG Winzingen-Wißgoldingen-Donzdorf feierte die MTG bis auf eine umkämpfte erste Hälfte am Samstagabend einen ungefährdeten 36:29 (19:15)-Erfolg und behauptete in der Württembergliga Süd sicher ihren fünften Platz.

Die Wangener können es zudem gut verschmerzen, dass nach dem gleichzeitigen 30:26-Sieg des Tabellenzweiten TSV Wolfschlugen gegen den TV Gerhausen die ohnehin hauchdünne Chance auf die Oberligarelegation zu den Akten gelegt werden kann. „Das ist konkret kein Thema“, hatte Arno Uttenweiler bereits im Vorfeld der vorletzten Auswärtspartie bekannt. Gemeinsam mit Co-Trainer und Spieler Sebastian Staudacher betreute der MTG-Teammanager in der Donzdorfer Lautertalhalle erfolgreich das Wangener Team, das nur bis zur 25. Minute wirklich gefordert war. Denn nach einer Pausenführung von 19:15 gaben die MTG-Handballer das Spiel trotz großer personeller Probleme nicht mehr aus der Hand. Selbst die außergewöhnlichen 13 Treffer von Winzingens Wirbelwind Philipp Köller beeindruckte die hellwachen Allgäuer nicht.

Aaron Mayer erzielt zehn Tore

Die MTG hatte stets eine Antwort. Durch den zehnmaligen Torschützen Aaron Mayer, durch Shooter Marc Kuttler, durch Nachwuchs-Ass Felix Mendler, der bei der aufmerksamen Konkurrenz gewisse Begehrlichkeiten weckt. Gleichwohl Mendler nur zu gut weiß, dass er bei der MTG bestens aufgehoben ist und sich weiterentwickeln kann.

Schon fünf Minuten vor dem Abpfiff bei einer beruhigenden 33:26-Führung stand gegen die personell ebenfalls gepeinigten Gastgeber, die sich einige Plätze tiefer ebenfalls über den Klassenerhalt freuen, der Sieg fest. Dass der blutjunge Nick Staicu per verwandeltem Siebenmeter mit der Schlusssirene noch den Deckel durfte, spricht für die nachdrückliche Nachwuchsarbeit der MTG Wangen.

Zwei Spieltage sind es noch, die die Allgäuer zu bewältigen haben in dieser Saison mit den Begegnungen gegen die Bezirksrivalen Laupheim (27. April) und Gerhausen (5. Mai). Platz fünf zu behaupten, gilt daher keinesfalls als Utopie. Die Herausforderung erfolgt jedoch in der nächsten Saison. Dann geht es darum, sich unter den besten Sechs für die eingleisige Württembergliga zu qualifizieren.

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