MTG Wangen reist zur HSG Ostfildern

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 Die MTG Wangen (re. Jacob Endraß) bekommt es in der Handball-Württembergliga auswärts mit der HSG Ostfildern zu tun.
Die MTG Wangen (re. Jacob Endraß) bekommt es in der Handball-Württembergliga auswärts mit der HSG Ostfildern zu tun. (Foto: Sascha Riethbaum)
Oliver Weishaupt

Die MTG Wangen bestreitet in der Handball-Württembergliga Süd am Samstag (20 Uhr) vor den Toren der Landeshauptstadt Stuttgart das zweite Auswärtsspiel in Folge. Gegner in der Körschtalhalle in Scharnhausen ist die HSG Ostfildern. Beide Mannschaften liegen in der Tabelle punktgleich auf Platz neun. Doch während Wangen in den vergangenen drei Spielen ungeschlagen blieb, sind die Gastgeber ebenso lange ohne Sieg.

Die Wangener Handballer bewiesen am vergangenen Wochenende beim Aufsteiger HSG Albstadt Moral und brachten beim 33:32 trotz mäßiger erster 30 Minuten den dritten Sieg im vierten Auswärtsspiel unter Dach und Fach. „Dass wir jetzt wieder mittendrin sind und Anschluss an das Mittelfeld gefunden haben, war auf jeden Fall enorm wichtig für uns, auch für den Kopf“, unterstreicht MTG-Trainer Sebastian Staudacher die Bedeutung dieses Erfolgs, der aufgrund des starken Auftritts nach der Pause „echt verdient“ gewesen sei.

Nun geht es erneut in die Fremde zur HSG Ostfildern, die zwar gut in ihre zweite Saison nach dem Aufstieg startete, bisher aber auch durch ihre Inkonstanz auffiel. Beim 25:23-Erfolg in Geislingen gegen den TV Altenstadt verspielte das Team aus dem Landkreis Esslingen beinahe eine 14:6-Halbzeitführung. In Albstadt verlor die HSG mit 25:34, um nicht einmal eine Woche später in heimischer Halle den TSV Deizisau mit 35:29 abzufertigen. Es folgten nach zwischenzeitlichem 12:6-Vorsprung sowie 18:22-Rückstand ein 28:28 bei der HSG Fridingen/Mühlheim, die in diesem Spiel ihren bislang einzigen Punkt verbuchen konnte, sowie eine 22:35-Heimklatsche gegen die SG Lauterstein. Vergangenen Samstag hielt die HSG im Filder-Derby in Wolfschlugen fast 50 Minuten mit, doch am Ende hieß es 29:24 für die Hausherren. Zu allem Überfluss wurde der 28:27-Erfolg gegen den TV Gerhausen wegen eines im Spielbericht nicht aufgeführten Spielers nachträglich aberkannt.

B-Jugendmeister mit der MTG

Obwohl er den Gegner samt Trainer Frank Ziehfreund gut kennt, ist für Staudacher die tatsächliche Leistungsfähigkeit der Ostfilderner deshalb nur schwer abzuschätzen. „Das ist sehr stark davon abhängig, wie sie ins Spiel reinkommen“, glaubt der Wangener Trainer. Dies wiederum kann seine Mannschaft beeinflussen: „Da wird es wichtig sein, von Anfang an dagegenzuhalten und zu zeigen, dass wir präsent sind“, meint Staudacher mit Blick auf das Spiel in Albstadt, als dies der MTG nicht gelang. „Dann wird es wahrscheinlich wieder ein offenes Handballspiel.“ Darüber hinaus brauche es eine „stabilere Deckung“, um die Gegentorflut einzudämmen. Mehr als 30 Tore – wie in den jüngsten vier Partien – gelängen schließlich auch der offensivstarken MTG „nicht immer“.

Zumindest in einem ist sich Staudacher jetzt schon sicher: „Das wird auf jeden Fall wieder eine schwere Aufgabe.“ Im Vergleich zur vergangenen Saison, als die MTG beide direkten Duelle gewinnen konnte (33:30 im Hinspiel auswärts, 33:26 im Rückspiel zu Hause), habe sich die HSG Ostfildern „auf jeden Fall noch mal verstärkt“. Eine dieser Verstärkungen ist der 32-jährige Rückraum-Routinier Timo Flechsenhar, der mit dem benachbarten TSV Neuhausen in der Regional- und der 3. Liga spielte. In der Jugend war Flechsenhar für die MTG Wangen aktiv und gewann 2002 mit der B-Jugendmannschaft die württembergische Meisterschaft.

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