MTG Wangen landet Befreiungsschlag

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 Stefan Dohrn
Stefan Dohrn (Foto: Thorsten Schneider)
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Die MTG Wangen hat in der Handball-Württembergliga Süd einen Befreiungsschlag gelandet und – wiederum auswärts – den zweiten Saisonsieg eingefahren. Dank des 34:25 (17:14)-Erfolgs gegen den TV Altenstadt vor 300 Zuschauern in der Geislinger Michelberghalle zogen die Allgäuer nach Punkten mit dem Aufsteiger gleich und in der Tabelle an diesem vorbei auf Platz elf.

Die Erleichterung bei den Wangenern nach dem am Ende deutlichen Sieg war angesichts der zuvor fünf Niederlagen aus den ersten sechs Spielen groß. „Das haben sich die Jungs nach den letzten Wochen verdient“, sagte MTG-Trainer Sebastian Staudacher mit Blick auf die vorangegangenen drei Heimniederlagen gegen die Teams aus Lauterstein, Hegensberg-Liebersbronn und Heiningen. Wie beim knappen 34:35 gegen den noch immer verlustpunktfreien Tabellenführer TSV Heiningen eine Woche zuvor, gelangen der MTG auch gegen die in der Regel starke TVA-Defensive 34 Tore.

In der ersten Halbzeit legten die Wangener ein hohes Tempo an den Tag. „Wir wussten, dass die Hausherren das mitgehen“, schilderte Staudacher. Obwohl Altenstadt mit einer Manndeckung agierte, fanden die MTG-Spieler in der Offensive immer wieder die passende Antwort. So lag Altenstadt beim 1:0 und beim 2:1 (2. Minute) die einzigen beiden Male im gesamten Spiel in Führung, ehe die MTG mit einem Zwischenspurt von 5:4 auf 9:4 (10.) davonzog. Die Gastgeber kämpften sich noch einmal auf 10:10 (17. Minute) und 11:11 (20.) heran, ehe der Wangener Vorsprung wieder anwuchs und beim 17:14 zur Pause drei Tore betrug.

In der zweiten Halbzeit stellte Staudacher von einer 5:1- auf eine 6:0-Deckung um. „Dagegen hat Altenstadt kein Mittel mehr gefunden“, meinte der MTG-Trainer. Darüber hinaus schwanden dem Landesliga-Meister des Vorjahrs angesichts der temporeichen ersten 30 Minuten zusehends die Kräfte, was die Wangener zu einfachen Toren per erster und zweiter Welle nutzten. So wurde der Vorsprung über 21:16 (38.), 23:17 (41. ), 26:18 (45.), 28:19 (48.) und 32:22 (55.) kontinuierlich größer und betrug beim 34:23 zwei Minuten vor dem Ende elf Tore. Am Ende verhinderte Altenstadt mit zwei Treffern in Folge die Niederlage mit zweistelligem Rückstand.

Torhüter Adam Kucera hält glänzend

Anders als in vielen anderen MTG-Spielen, ragte gegen Altenstadt nicht nur Kapitän Aaron Mayer als Torschütze heraus. „Heute hat sich fast jeder in die Torschützenliste eingetragen“, freute sich Trainer Staudacher. Bester Wangener Werfer war Felix Mendler, der bei seinen acht Toren auch aus dem Rückraum traf. Der durchsetzungsstarke Stefan Dohrn steuerte – wie Mayer – ebenfalls sehr starke sieben Tore bei. Wesentlichen Anteil daran, dass die MTG am Ende nur 25 Gegentore hinnehmen musste, hatte Torhüter Adam Kucera mit seinen Paraden.

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