Lesung: „Wohin gehst Du, Mensch?“

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 Im romantischen Cafe Blumenreich feierte Herbert Haag (Zweiter von rechts) im Freundes- und Familienkreis das Erscheinen seines
Im romantischen Cafe Blumenreich feierte Herbert Haag (Zweiter von rechts) im Freundes- und Familienkreis das Erscheinen seines Buches „Quo vadis Mensch“. (Foto: Claudia Bischofberger)
Claudia Bischofberger

„Man muss die Feste feiern wie sie fallen“: Dieses Ansinnen nahm sich der Wissenschaftler Herbert Haag zur Gelegenheit, Freunde, Bekannte und Familie ins Café Blumenreich nach Wangen einzuladen, um seine Beweggründe und den Inhalt von seinem Buch „Quo vadis Mensch“ , näher zu erläutern.

Bereits im Jahr 2002 Herbert Haag damit, sein erstes Buch „ Bildung und Erziehung in Deutschland“ zu schreiben. Der Professor, der an Universitäten in Tübingen, Kiel, Gießen, Konstanz und auch im Ausland dozierte, studierte zunächst Sportwissenschaften. Es folgte ein Zweitstudium in den Wissenschaftsbereichen Geschichte, Pädagogik, Philosophie, Politik und Soziologie. Im Jahr 2012 erschien dann sein zweites Buch „ Ich bin mein Coach – Wege zu einer Lebensphilosophie. Drei weitere Bücher veröffentlichte er im folgenden Zeitraum bis 2017.

Der Beweggrund des sechsten und letzten Buchs in dieser kulturwissenschaftlichen Sequenz zu schreiben, lag wohl am Wissensdurst des Autors – und einer Frage, die ihn seit drei Jahren beschäftige. „Warum gibt es so viel Fehlverhalten auf dieser Welt“, wollte Haag herausfinden. Dieses musste Haag am eigenen Leib spüren, als er mit seiner Frau, die im Rollstuhl sitzt, eine Wohnung gesucht hat und ihm aus diesem Grund zahlreiche Türen verschlossen blieben. Geprägt vom Zweiten Weltkrieg, stellt sich der Wissenschaftler auch die Frage, warum Menschen so viel Geld vergeuden, um Maschinen zu bauen, die andere Menschen töten.

Im Buch geht es um das zentrale Anliegen des Autors, Antworten auf Fragen mit Bezug zum Menschen und seinem Verhalten sowie dessen Handeln zu finden. Als negativ – inhumanes Kontinuum nennt Haag das Beispiel der Praktiken in der NS-Zeit oder den Umgang mit Landsleuten in manchen arabischen Ländern. Positiv, human seien beispielsweise die Werke von Künstlern oder Komponisten sowie die Leistungen von Astronauten, wie Alexander Gerst, um nur einen zu nennen.

Im Buch finden sich Antworten auf drei essentielle Fragen. „Was ist der Mensch“, Warum ist der Mensch so wie er ist“ und „ Wie soll der Mensch sein“. Das Analysieren und Nachdenken über uns selbst sei, nach Haag, eine der wichtigsten Aufgaben im Leben des Menschen. Mit der Findung konstruktiver Antworten möchte der Autor auch eine bessere Zukunft finden, im Verhalten auf das Handeln des Menschen. Auf keinen Fall wolle er bei der Schilderung einer relativ negativen inhumanen Jetztzeit stehen bleiben. Mit seinem Grundsatz „ das Notwendige verändern und das Erhaltenswerte erhalten“, sieht Haag in eine positive Zukunft.

Zu der kleinen Feier sind Familienmitglieder, Freunde und Bekannte gekommen. Zum gemütlichen Ambiente trug neben der Einrichtung und Bewirtung des romantischen Cafes auch der Klavierspieler Reinhold Kraft bei.

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