Konzentration auf Pharmabereich verspricht Erfolg

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Das Firmengebäude befindet sich an der Isnyer Straße.
Das Firmengebäude befindet sich an der Isnyer Straße. (Foto: Susi Weber)
Redaktionssekretariat

Behälterbau ist schon seit vielen Jahrzehnten das Betätigungsfeld der Bolz-Edel-Gruppe. Die einstigen Wangener Konkurrenten sind heute unter einem Dach vereint. Historisch ist dabei auch das Firmengelände im Bereich Isnyer Straße/ Simuniusstraße. Denn ursprünglich war dort die Zellstofffabrik angesiedelt.

Ende der 50er-Jahre wurde deren Betrieb eingestellt. 1964 übernahm der aus Ostpreußen stammende Alfred Bolz das seit mehreren Jahren brachliegende Areal. Ein Großteil der Gebäudebereiche wurde nach und nach abgerissen und für die Fertigung von Behältern umgebaut. Den Höhepunkt erlebte die Firma Bolz in den 70er- und 80er-Jahren, als unzählige Behälter für die Wein- und Milchindustrie gefertigt wurden und die Firma über 200 Leute beschäftigte. Aufgrund von Rezessionsphasen und Veränderungen im Markt musste die Firma 1995 neu strukturiert werden. Vier neue und eigenständige Firmen entstanden. Der traditionsreiche Edelstahl Behälterbau wurde als Alfred Bolz Apparatebau GmbH von Johann Kugler weitergeführt.

Die Geschichte des Namen Edel in Verbindung mit dem Behälterbau begann im Jahr 1881, als Ludwig Edel in die Familie des Kupferschmieds J. G. Wesle einheiratete. Bis 1926 vollzog sich ein steter Wandel von der ehemaligen Huf- und Kupferschmiede zum Industriebetrieb für Kupfer- und Aluminiumbehälter. Der Durchbruch kam im Jahr 1926, als die Betriebsstätte von der Lindauer Straße in den Neubau am Bahnhof verlegt wurde. Schon damals war Edel Aussteller bei der Braufachmesse in München. 1962 zog es die Firma Edel an die Ravensburger Straße – auf das heutige Keller- und Toom-Areal. Dort wurden Aluminium- und Edelstahlbehälter für die chemische Industrie und die Getränke- und Brauindustrie gefertigt. Gesundheitsbedingt und auch aufgrund rezessiver Wirtschaftsentwicklungen verkaufte die Familie Edel in den 90er-Jahren Teilbereiche an den Zeppelin-Konzern, der Mitte 1995 den gesamten Betriebsbereich nach Friedrichshafen verlegte.

Beide Wangener Traditionsunternehmen kamen somit etwa zum gleichen Zeitpunkt in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Nachdem die 1995 gegründete Firma Alfred Bolz Apparatebau GmbH viel für den Zeppelin-Edel-Brauereibereich gearbeitet und sich entsprechendes Know how angeeignet hatte, entschloss sich die Geschäftsleitung der Firma Bolz zum Kauf des Edel-Brauerei- und Getränkebereichs. Ende 1997 wurden die entsprechenden Verträge mit Zeppelin unterzeichnet. Mit der Zusammenführung von Bolz und Edel kehrte das traditionsreiche Produkt Brauereitanks wieder in die Wangener Heimat zurück.

In den Betriebsgebäuden an der Isnyer Straße und der Simoniusstraße werden heute wieder Behälter und Tanks für die Chemie-, Pharma-, Lebensmittel und Brauerei-Industrie sowie Wassertanks gefertigt. (swe)

Bolz-Edel-Firmengruppe feiert heuer ihr 25-jähriges Bestehen. Warum das Unternehmen aber trotz Corona keine Kurzarbeit anmelden musste.

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Behälterbau ist schon seit vielen Jahrzehnten das Betätigungsfeld der Bolz-Edel-Gruppe. Die einstigen Wangener Konkurrenten sind heute unter einem Dach vereint. Historisch ist dabei auch das Firmengelände im Bereich Isnyer Straße/ Simuniusstraße. Denn ursprünglich war dort die Zellstofffabrik angesiedelt.

Ende der 50er-Jahre wurde deren Betrieb eingestellt. 1964 übernahm der aus Ostpreußen stammende Alfred Bolz das seit mehreren Jahren brachliegende Areal. Ein Großteil der Gebäudebereiche wurde nach und nach abgerissen und für die Fertigung von Behältern umgebaut. Den Höhepunkt erlebte die Firma Bolz in den 70er- und 80er-Jahren, als unzählige Behälter für die Wein- und Milchindustrie gefertigt wurden und die Firma über 200 Leute beschäftigte. Aufgrund von Rezessionsphasen und Veränderungen im Markt musste die Firma 1995 neu strukturiert werden. Vier neue und eigenständige Firmen entstanden. Der traditionsreiche Edelstahl Behälterbau wurde als Alfred Bolz Apparatebau GmbH von Johann Kugler weitergeführt.

Die Geschichte des Namen Edel in Verbindung mit dem Behälterbau begann im Jahr 1881, als Ludwig Edel in die Familie des Kupferschmieds J. G. Wesle einheiratete. Bis 1926 vollzog sich ein steter Wandel von der ehemaligen Huf- und Kupferschmiede zum Industriebetrieb für Kupfer- und Aluminiumbehälter. Der Durchbruch kam im Jahr 1926, als die Betriebsstätte von der Lindauer Straße in den Neubau am Bahnhof verlegt wurde. Schon damals war Edel Aussteller bei der Braufachmesse in München. 1962 zog es die Firma Edel an die Ravensburger Straße – auf das heutige Keller- und Toom-Areal. Dort wurden Aluminium- und Edelstahlbehälter für die chemische Industrie und die Getränke- und Brauindustrie gefertigt. Gesundheitsbedingt und auch aufgrund rezessiver Wirtschaftsentwicklungen verkaufte die Familie Edel in den 90er-Jahren Teilbereiche an den Zeppelin-Konzern, der Mitte 1995 den gesamten Betriebsbereich nach Friedrichshafen verlegte.

Beide Wangener Traditionsunternehmen kamen somit etwa zum gleichen Zeitpunkt in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Nachdem die 1995 gegründete Firma Alfred Bolz Apparatebau GmbH viel für den Zeppelin-Edel-Brauereibereich gearbeitet und sich entsprechendes Know how angeeignet hatte, entschloss sich die Geschäftsleitung der Firma Bolz zum Kauf des Edel-Brauerei- und Getränkebereichs. Ende 1997 wurden die entsprechenden Verträge mit Zeppelin unterzeichnet. Mit der Zusammenführung von Bolz und Edel kehrte das traditionsreiche Produkt Brauereitanks wieder in die Wangener Heimat zurück.

In den Betriebsgebäuden an der Isnyer Straße und der Simoniusstraße werden heute wieder Behälter und Tanks für die Chemie-, Pharma-, Lebensmittel und Brauerei-Industrie sowie Wassertanks gefertigt. (swe)

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