Jetzt fällt auch noch der Abwehrchef aus

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 In den nächsten Wochen wird sich Fabian Eninger (Dritter von links) für den FC Wangen nicht mehr ins Getümmel stürzen können.
In den nächsten Wochen wird sich Fabian Eninger (Dritter von links) für den FC Wangen nicht mehr ins Getümmel stürzen können. (Foto: Josef Kopf)
15.30 Uhr und Markus Prinz

Am Samstag (15.30 Uhr) gastiert Fußball-Verbandsligist FC Wangen beim SKV Rutesheim. Wangens Trainer Adrian Philipp muss dabei verletzungsbedingt auf seinen Abwehrchef Fabian Eninger verzichten. „Fabian wird uns wahrscheinlich noch länger fehlen“, sagt Philipp.

Trotz einer ordentlichen Leistung gegen den souveränen Tabellenführer TSG Backnang ging der FC Wangen am vergangenen Spieltag wieder einmal mit leeren Händen vom Platz. Gerade einmal zwei Zähler holten die Allgäuer aus den letzten sechs Spielen und sind nur wegen ihres guten Saisonstarts (sieben Punkte aus drei Spielen) noch in Tuchfühlung zu den Nichtabstiegsplätzen.

Auch bei Adrian Philipp läuten in der frühen Phase der Saison bereits die Alarmglocken. „Jeder bei uns kann die Tabelle lesen: Wir sollten also dringend wieder mal punkten.“ Ein Szenario wie in der vergangenen Saison, als der FC Wangen fast die komplette Saison dem katastrophalen Start hinterherhinkte, will Philipp in der neuen Spielzeit sicher vermeiden.

Guter Auftritt gegen Backnang

Nachdem der FC Wangen zwischenzeitlich drei herbe Klatschen einstecken musste (1:5 in Essingen, 1:5 in Berg, 0:4 gegen Gmünd), legte Philipp in den vergangenen beiden Spielen wieder mehr Wert auf eine stabile Defensive. Sowohl das 1:1 beim starken Aufsteiger Pfullingen, als auch die 0:2-Niederlage gegen den Klassenprimus Backnang zeigten eine deutliche Steigerung, was die Abwehrarbeit betrifft. Gerade mit dem Auftritt zu Hause gegen den Tabellenführer war Philipp in vielen Belangen sehr zufrieden. „Der Einsatz hat wieder gestimmt und unser Spiel gegen den Ball war überragend.“ Wohl wissend, dass die Wangener Offensive gegen Backnang kaum stattfand. „Wir waren eigentlich nur zweimal gefährlich vor dem Backnanger Tor, da brauchen wir wieder mehr Aktionen.“

Aber der FC Wangen spielt auch nicht jede Woche gegen eine Spitzenmannschaft, daher hofft Philipp in den nächsten Spielen mehr Tormöglichkeiten herauszuspielen. „In den nächsten Wochen spielen wir gegen Gegner mit unserer Kragenweite, da sollte nach vorne deutlich mehr gehen.“ Hier gilt es die richtige Balance zwischen einer stabilen Defensive und dem Drang nach vorne zu finden.

Rutesheim fehlt die Balance

Aber auch dem Vorjahresdritten aus Rutesheim, der im vergangenen Jahr lange um den Aufstieg in die Oberliga spielte und erst am letzten Spieltag noch von Platz zwei verdrängt wurde, fehlt in dieser Saison noch die Balance. Der Elftplatzierte steht wohl zurecht so weit unten in der Tabelle, denn der SKV verlor alle Spiele gegen Mannschaften, die vor ihm stehen und gewann lediglich gegen die Gegner, die schlechter platziert sind.

Für Adrian Philipp kam es nicht sehr überraschend, dass sich Rutesheim deutlich schwerer tut als noch in der Vorsaison. „Die Rutesheimer hatten in der vergangenen Spielzeit einen Lauf und haben über ihrem Niveau gespielt. Dennoch werden sie aus meiner Sicht mit dem Abstieg nichts zu tun haben.“

Zuletzt scheint sich der SKV Rutesheim auch wieder etwas gefangen zu haben und geht mit zwei Siegen in Folge sicherlich mit viel Selbstvertrauen ins Spiel gegen die Allgäuer. Vieles spricht auch am Samstag für einen weiteren Sieg für Rutesheim, der in der Tabelle vor dem FC Wangen steht und bekanntlich alle seine bisherigen vier Saisonspiele gegen Mannschaften aus dem Tabellenkeller gewann.

Des Weiteren kamen die Wangener bereits in der vergangenen Saison mit 1:5 und 2:5 zweimal gegen Rutesheim unter die Räder und scheinen mit dem SKV keinen Lieblingsgegner gefunden zu haben. Ebenso liegt, mit dem 2:1 im März in Breuningsweiler, der letzte Erfolg der Wangener auf dem fremden Platz bereits über ein halbes Jahr zurück und flößt den Gastgebern sicher keine Angst und Schrecken ein. Dennoch ist es Adrian Philipp vor dem Auswärtsspiel in Rutesheim keineswegs bange. „Ich bin sehr optimistisch, die Mannschaft war zuletzt wieder sehr willig und gierig.“

Weniger zuversichtlich gibt sich Philipp im Hinblick auf eine baldige Rückkehr von Fabian Eninger nach seiner Verletzung aus dem Backang-Spiel, „Fabian hat ein Stechen in der Kniekehle gespürt. Die MRT-Untersuchung ist noch nicht ausgewertet, aber ich gehe von einem längeren Ausfall aus.“ Ein wenig besser schaut es bei Patrick Kramer aus, der sich vor zwei Wochen ein Band im Sprunggelenk gerissen hat, aber wohl bald schon wieder trainieren kann. Ebenso stand auch Torjäger Thomas Maas erstmals nach seinem Bänderriss wieder auf dem Trainingsplatz und auch Mario Vila Boa wird in den nächsten Wochen wieder regelmäßiger trainieren können. „Auch wenn Thomas und Mario noch enormen Trainingsrückstand haben, werden sie uns im Sturmzentrum mit ihrer Erfahrung schnell wieder helfen können“, sagt Philipp in Hoffnung auf eine baldige Rückkehr seines Sturmduos.

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