Immer mehr Schmierereien in Wangen

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 Eine beschmierte Bank am Steg zum Auwiesengelände.
Eine beschmierte Bank am Steg zum Auwiesengelände. (Foto: sum/Stadt)
Schwäbische Zeitung

In den vergangenen Monaten haben Graffiti-Sprayer in der Stadt Wangen erheblichen Schaden angerichtet. Üblicherweise ist es im Winter etwas ruhiger. Doch in diesem Jahr musste sich die Stadtbildpflege bereits größerer Schäden annehmen, berichtet die Wangener Stadtverwaltung.

 Auch die Rutsche am Freibad ist „verziert“ worden.
Auch die Rutsche am Freibad ist „verziert“ worden. (Foto: sum/Stadt)

5000 Euro Schaden am Freibad

Vor Kurzem, so berichtet Siegfried Stampfer, der für die Stadtbildpflege zuständig ist, wurden Schmierereien im Freibad Stefanshöhe entdeckt, die aufwändig entfernt werden müssen. Der Schaden dürfte sich nach Schätzungen der Verwaltung auf rund 5000 Euro belaufen. „Bei solchen Schmierereien handelt es sich nicht um Lappalien, sondern um Straftaten. Weil die Stadt solche Sachbeschädigungen nicht auf sich beruhen lassen will, hat sie Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet“, heißt es in einer Mitteilung

 Großflächige Farbschmierereien gibt es auch unter der St. Gallusbrücke.
Großflächige Farbschmierereien gibt es auch unter der St. Gallusbrücke. (Foto: sum/stadt)

Wenige Tage später hätten sich überdies unter der Gallusbrücke unübersehbar große angesprühte Buchstaben mit offensichtlich politischer Botschaft gefunden. Doch nicht nur an der Brücke, auch an der Garage des alten Feuerwehrhauses, seien solche Schmierereien gesichtet worden. „Offensichtlich waren der oder die Täter im ganzen Bereich um die Altstadt unterwegs“, sagt Stampfer.

 Unter den Schmierereien sind auch politische Aussagen zu finden, hier unter der St. Gallusbrücke.
Unter den Schmierereien sind auch politische Aussagen zu finden, hier unter der St. Gallusbrücke. (Foto: sum/stadt)

Den Schmierern soll möglichst keine Bühne geboten werden, gibt die Stadt als Zielsetzung aus. Deshalb seien Mitarbeiter des Bauhofs zügig zur Stelle, um deren Hinterlassenschaften zu beseitigen. Der Aufwand binde also Arbeitskraft und Geld.

Kosten von bis zu 20 000 Euro pro Jahr

Der Leiter des Bauhofs, Martin Blum, hat laut Mitteilung grob überschlagen, was es die Stadt 2019 gekostet hat, Graffiti und Schmierereien zu beseitigen. „Der Arbeitsstundenaufwand unserer drei Maler im Jahr 2019 für die Beseitigung von Vandalismus – das sind im Wesentlichen Graffiti-Verschmutzungen – hat einen Gegenwert von rund 15 000 Euro. Rechnet man dann noch die Sachkosten für Fahrzeugeinsatz und Material hinzu, dürfte sich das leicht auf 20 000 Euro summieren“, sagt Blum und fügt hinzu: „Mit dem Geld und dem Aufwand für die Behebung der übrigen Schäden, die vor allem an der Straßenbeleuchtung angerichtet wurden, ließe sich ordentlich was bewegen – zum Beispiel für die Jugend in Wangen.“

 Selbst Verkehrszeichen werden verunstaltet, hier in der Nähe des Herrzmannser Wegs.
Selbst Verkehrszeichen werden verunstaltet, hier in der Nähe des Herrzmannser Wegs. (Foto: sum/stadt)

Zeugen werden gesucht

Bürgerinnen und Bürger, die sachdienliche Hinweise geben können, die zur Aufklärung solcher Straftaten führen, bittet die Stadt, sich mit dem Polizeirevier Wangen unter der Telefonnummer 07522 / 9840 oder der Stadtbildpflege unter Telefon 07522 / 74-156 in Verbindung zu setzen.

 Eine beschmierte Bank am Freibad.
Eine beschmierte Bank am Freibad. (Foto: sum/Stadt)

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