Im Tierheim Karbach gibt es künftig mehr Platz für Hase, Hund und Katz

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 Der schöne, aber etwas gehbehinderte Kater Whiskey sucht ein zu Hause auf Lebenszeit.
Der schöne, aber etwas gehbehinderte Kater Whiskey sucht ein zu Hause auf Lebenszeit. (Foto: Claudia Bischofberger)
Claudia Bischofberger

Eigentlich hätte die Erweiterung des Tierheims schon vor einem Jahr seinen Anfang nehmen sollen. Die stellvertretende Vorsitzende Astrid Weber erklärt jedoch, dass sie zu diesem Zeitpunkt schlichtweg keine Handwerker gefunden hätten. Und nun seien, fast genau ein Jahr später, die ersten Arbeiter angerückt. Schnell sei der Rohbau gestanden, erklärte Weber. Geplant wurde der Anbau von Architekt Helmut Hausen. Dessen Sohn Peter Hausen habe dann die Bauleitung übernommen.

Eingeteilt ist der Anbau in drei großzügige Räume, von denen einer sich dem bereits bestehenden Katzengehege anschließt und auch wieder für diese Tiere zur Erweiterung dienen soll. Die zwei anderen Räume sollen je nach Bedarf von verschiedenen Tieren bewohnt werden. Denn nicht selten kämen auch Kaninchen, Meerschweinchen und andere Kleinnager in die Obhut des Tierheims. Die Räume sollen gut desinfizierbar sein. Auch eine Waschzelle ist vorgesehen, die mit einer Waschmaschine bestückt werden soll sowie weiteren Vorrichtungen, die der Reinigung des Inventars dienen.

Schon im Vorfeld habe man beim Ministerium für ländlichen Raum einen Zuschuss für den Bau beantragt und dafür eine Summe von 50.000 Euro erhalten. Weitere finanzielle Unterstützung sei von zahlreichen Spendern gekommen, bei denen sich Astrid Weber sich auf diesem Weg auch herzlich bedanken wollte.

Doch nicht nur baulich gesehen erfreue sich die Tierschutzgemeinschaft über die sprichwörtlichen Neuerungen im Mai. Denn auch personell hat sich etwas getan. Anfang Mai diesen Jahres wurde Frau Christina Schnitzler zur neuen Vorsitzenden des Vereins gewählt. Sie ist Bürgermeisterin von Leutkirch und löst damit Gertrud Mauch von ihrem Vorsitz ab.

1,20 Euro pro Bürger

Astrid Weber weiß, dass einigen Menschen in der Region der Unterschied zwischen der Tierschutzgemeinschaft Württembergisches Allgäu und dem Tierschutzverein nicht ganz klar ist. Ersterer ist ein Verband von Kommunen, Gemeinden und Tierschutzvereinen. In dieser Gemeinschaft befänden sich keine Einzelpersonen. Zur Tierschutzgemeinschaft Württembergisches Allgäu gehören die Städte Leutkirch, Wangen, Isny und Bad Wurzach sowie die jeweiligen Tierschutzvereine dieser Städte. Außerdem gehören noch die Gemeinden Amtzell, Achberg, Aichstetten, Kißlegg, Argenbühl, Aitrach und eben das Tierheim Karbach dazu. Dieses wird finanziell durch die Kommunen und Gemeinden unterstützt. Pro Bürger wird von den Steuern 1,20 Euro dafür verwendet. So können Personal- und andere Nebenkosten gedeckt werden.

Momentan herrscht Ruhe auf der Baustelle. „Aber sobald die Trennwände aus Glas und die Fenster geliefert werden, kann es weitergehen“, erklärt Weber.

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