Heißer und trockener Sommer sorgte für mehr Holzeinschlag

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 Wollten sich ein Bild vom Wangener Stadtwald machen: (von links nach rechts) Stadtrat Mathias Bernhard, Fraktionsvorsitzender H
Wollten sich ein Bild vom Wangener Stadtwald machen: (von links nach rechts) Stadtrat Mathias Bernhard, Fraktionsvorsitzender Hans-Jörg Leonhardt, Wangens CDU-Ortsvorsitzender und Gemeinderatskandidat Johannes Sontheim, Stadtrat Christian Natterer, Gemeinderatskandidat Joachim Nickel, Förster Paul Müller, Thomas Fichtinger, Gemeinderatskandidat Albert Hampel. (Foto: Claudia Bischofberger)
Claudia Bischofberger

Nach dem Rekordsommer 2018 haben sich Mitglieder und Kommunalwahl-Kandidaten der Wangener CDU einen Überblick über den Zustand des Stadtwaldes verschafft. Zunächst erfuhren die Anwesenden von Förster Paul Müller ganz grundsätzliche Fakten über den Wald und dessen Entwicklung. Die aktuelle Betriebsfläche des Wangener Wirtschaftswaldes belaufe sich auf rund 270 Hektar und die Gemarkung Wangen verfüge somit über 22 Prozent Waldanteil.

Bis zum Jahr 1965 habe die Fichte noch einen großen Teil dieser Fläche eingenommen. Jedoch ginge die Entwicklung stark in Richtung Mischwald. „Dies ist auch wünschenswert, denn so wird der Wald stabiler und naturnaher“, erklärte Müller, der selbst erneut für die Partei kandidiert. Der Standort solle sich nach den Bedürfnissen der Baumart richten. Neben dem wirtschaftlichen Nutzen setze man in der Forstwirtschaft vorrangig auf das Ziel, die Schutz -und Erholungsfunktion des Waldes zu gewährleisten.

Hierzu würden zahlreiche Maßnahmen unternommen. Dazu gehören die Vermeidung von Kahlschlägen und die Anwendung von Pestiziden. Auch sei eine Vermehrung auf dem Gebiet der Stadt Wangen angestrebt. Zwar sei der Borkenkäfer auch in diesem Distrikt ein Thema, jedoch ist er hier eher punktuell als auf größeren Flächen anzutreffen. Somit sei der Befall besser steuerbar.

Doch auch wirtschaftlich solle der Wald interessant bleiben. Und dies erreiche man hauptsächlich über den Verkauf von Brennholz. „Hier im Stadtwald stehen 100 000 Festmeter Holz. Bei einem Zuwachs von 10 000 Festmetern pro Jahr werden 3000 Festmeter dem Wald entnommen“, so Müller.

Und da bildete das trockene Jahr 2018 die Ausnahme. Denn klimabedingt mussten hier über 4300 Festmeter eingeschlagen werden. Für alle Beteiligten war die Einschätzung des Försters ein Grund, auch weiterhin die Lage und den Zustand des so Biotops „Wald“ zu beobachten. Die Ausführung von Paul Müller ließen sie hoffen, dass man auf einem guten Weg ist, durch zahlreiche Maßnahmen die „grüne Lunge“ langfristig und erfolgreich zu erhalten.

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